Die Stadt Steinheim (Kreis Ludwigsburg) will das Freibad modernisieren. Bis zu zehn Millionen Euro würde das kosten. Welche Auswirkungen hätte das für die Badesaison?
Die Kommunen Steinheim und Murr haben als Betreiber des Wellariums in den vergangenen Jahren schon eine Menge Geld in das Bad gesteckt. Der Sanitär- und Umkleidebereich wurde von Grund auf modernisiert, das Kiosk neu gebaut. Doch die To-do-Liste ist längst nicht abgehakt. Unter anderem sollen in der beliebten Freizeitanlage in Steinheim die Badewassertechnik, die Energieversorgung und insbesondere die Becken erneuert werden. Es wäre eine Megainvestition von aktuell geschätzt bis zu 10 Millionen Euro – die nun konkreter wird.
Der Gemeinderat von Steinheim hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, einen Förderantrag für das Vorhaben zu stellen. Über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ könnten 75 Prozent der Ausgaben abgedeckt werden. Allerdings ist die Konkurrenz groß. Auch das benachbarte Marbach hofft, aus diesem Topf Gelder für ein neues Hallenbad abschöpfen zu können. „Es ist ein bisschen eine Lotterie, ob man berücksichtigt wird oder nicht“, sagte folglich der Steinheimer Bürgermeister Thomas Winterhalter im Gemeinderat.
Die Kommune hat ein Ass im Ärmel
Zugleich verdeutlichte er, dass man unter Zugzwang steht. „Die Sanierung steht dringend an“, betonte er. Zugute könnte der Kommune dabei kommen, dass man sich mit den Planungen bereits in einem fortgeschritten Stadium befindet. Denn das erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine rasche Umsetzung. Und vom Bund sei es „sehr stark gewünscht“, dass sich die Fördermittel schnell in Steine verwandeln, wie Winterhalter hervorhob.
Wobei der Rathauschef keine Angaben dazu machen kann, wann die Bagger im Falle eines Zuschlags anrücken würden. Das hänge von vielen Faktoren ab, zum Beispiel, wann der Bescheid eintreffe und wie schnell die Beschlüsse in den politischen Gremien gefasst werden, gibt Winterhalter zu bedenken. Entscheidend für den genauen Zeitplan sei ferner, ob Bauabschnitte gebildet werden, wie sich ein solches Vorhaben personell stemmen lässt und wann Fachfirmen zur Verfügung stehen.
In dieser Saison wird „definitiv noch nichts passieren“
Entsprechend könne man derzeit auch nicht prognostizieren, ob eine Badesaison oder Teile davon wegen der Arbeiten womöglich ausfallen müssen. „In der Saison 2026 wird aber definitiv noch nichts passieren. Und wir hoffen, dass unsere Technik hält“, erklärt Winterhalter.
Fakt sei aber, dass sämtliche Becken im Wellarium einen Sanierungsbedarf hätten. Pro Jahr müsse man zwischen 30.000 und 50.000 Euro dafür in die Hand nehmen, die Fliesen in Schuss zu halten. Am besten stehe im Vergleich noch das namensgebende Wellenbecken da.