Gary Barlow und zwei weitere Take-That-Mitglieder stehen in der Kritik. Der Vorwurf: Steuervermeidung. Foto: dpa

Gary Barlow und seine Take-That-Kollegen Howard Donald und Mark Owen sollen Millionen am britischen Fiskus vorbeigeschleust haben. Diese Steuervermeidung ist nicht strafbar. Dennoch fordern jetzt viele, Barlow solle seinen OBE zurückgeben.

Gary Barlow und seine Take-That-Kollegen Howard Donald und Mark Owen sollen Millionen am britischen Fiskus vorbeigeschleust haben. Diese Steuervermeidung ist nicht strafbar. Dennoch fordern jetzt viele, Barlow solle seinen OBE zurückgeben.

London - Take-That-Star Gary Barlow (43) muss nach erheblichen Steuervorwürfen um seine gesellschaftliche Reputation kämpfen. Die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses im britischen Unterhaus, Margaret Hodge, forderte ihn am Montag auf, seine Ehrung „Order of the British Empire“ (OBE) zurückzugeben. Die Auszeichnung ist in etwa mit dem deutschen Bundesverdienstkreuz vergleichbar.

Barlow soll gemeinsam mit seinen Band-Kollegen Howard Donald, Mark Owen sowie Manager Jonathan Wild Millionensummen am Finanzamt vorbei geschleust haben. Einnahmen aus Musikverkäufen und Tour-Erlöse wurden in Firmen geleitet, die offiziell der Unterstützung der Musikbranche dienen sollten. Ein Richter hatte am Freitag geurteilt, Sinn der Firmen sei lediglich die Steuervermeidung gewesen.

Premierminister David Cameron stellte sich am Montag hinter Barlow. Er müsse seine Auszeichnung nicht zurückgeben, sein Steuerverhalten sei aber falsch. Cameron hatte im vergangenen Jahr öffentlich massiv Steuerflucht angeprangert, seine politischen Maßnahmen gingen Kritikern aber nicht weit genug.

In Großbritannien tragen zahlreiche Menschen, die im Verdacht der - nicht strafbaren - Steuervermeidung stehen, vom Königshaus verliehene Ehrentitel. So haben die zu Rittern geschlagenen Gebrüder Barclay für ihr Nobelhotel Ritz in London 17 Jahre lang keine Unternehmenssteuern bezahlt.

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