Der Geschäftsmann hatte Grundstücke in Stuttgart als Sicherheiten für Finanzierungen genutzt. Foto: AFP

Die Deutsche Bank und die Privatbank Hauck & Aufhäuser sehen sich mit einer Klage über elf Milliarden Euro konfrontiert. Anwalt Andreas Tilp hat nach Angaben vom Dienstag im Namen eines Stuttgarter Geschäftsmanns Klage wegen Prozessbetrugs beim Landgericht Frankfurt eingereicht.

Frankfurt/Stuttgart - Der Streit schwelt seit Jahren, in mehreren Instanzen versuchte der Geschäftsmann vergeblich Schadenersatz in Milliardenhöhe zu erstreiten. Entsprechend deutlich fällt die Reaktion der Deutschen Bank auf die neuerliche Klage aus: „Die Vorwürfe sind völlig substanzlos und die ins Spiel gebrachte Schadenersatzsumme absurd“, teilte ein Sprecher der Bank mit. „Der Kläger ist vor Gericht in allen Instanzen - einschließlich beim Bundesgerichtshof - gescheitert. Diese Entscheidung ist seit 2015 rechtskräftig.“

Der Geschäftsmann hatte Grundstücke in Stuttgart als Sicherheiten für Finanzierungen genutzt. Im Rahmen von Insolvenzen von Firmen des Klägers und dessen Familien wurden diese Grundstücke von den Gläubigern verwertet.

Manipulierte Grundstücksgeschäfte

Nach Ansicht Tilps wurden die Grundstücke „massiv unter Wert verschleudert“. Der Kläger wirft den beiden beklagten Banken nach Angaben des Anwalts vor, bei dem „manipulierten Grundstücksgeschäft im Jahr 2013 mittels vorsätzlich sittenwidriger Handlungen gemeinsame Sache zu seinen Lasten gemacht zu haben“. Erst dadurch habe die Deutsche Bank den späteren Stuttgarter Schadenersatzprozess gewinnen können, argumentiert Tilp.

Der Deutsche-Bank-Sprecher betonte: „Wir werden uns auch dieses Mal mit allen Mitteln juristisch zur Wehr setzen. Hier handelt es sich um ein weiteres Beispiel, wie der Name unseres Hauses instrumentalisiert und mit unlauteren Methoden beschädigt werden soll.“ Von Hauck & Aufhäuser gab es zunächst keine Stellungnahme.

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