Wohnen auf dem Dach des Einkaufscenters Milaeno: Wir haben die Bilder einer ersten Begehung in unserer Bildergalerie. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Die ideale Lebensform der Projektgesellschaft Bayrische Hausbau lautet: Wohnen, Arbeiten und Einkaufen unter dem Milaneo-Dach. Tatsächlich wohnt man in den beschriebenen 415 Einheiten und 16 Häusern auf dem Dach des Einkaufscenters. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Es ist ruhig hier.

Stuttgart - Wie lebt es sich auf dem Dach des Milaneo? „Gut. Ich habe hier alles, die Lage ist unschlagbar zentral und ruhig ist es auch“, sagt einer der ersten Mieter, der in einer der Wohnungen über dem Einkaufscenter wohnt.

Zur Miete wohlgemerkt. Dass zwischen Heilbronner und Wolframstraße sowie dem Mailander Platz nur Mietwohnungen entstehen durften, war seinerzeit eine Auflage der Stadt. Man wollte hier keine Spekulationsobjekte haben.

Damit sind nun über den drei Gebäudekomplexen der ECE-Shopping-Mall 415 Wohneinheiten, darunter 16 Stadthäuser, gebaut worden. Und wie die Gartenmöblierung sowie die zahlreichen Gas-Grills zeigen – hier wird auch schon gewohnt. Je nach Gebäude sind zwischen 80 und 90 Prozent der Wohnungen vermietet.

Es tut sich tatsächlich eine andere Welt auf, wenn man in die Innenhöfe der Wohneinheiten tritt. Nichts ist zu hören, kein Straßenlärm, keine Kunden des Milaneo, keine Kinder. So gesehen ist es beinahe ein wenig gespenstisch. Denn insgesamt sind vier Spielplätze dort angelegt. Sie liegen derzeit jedoch ein wenig verlassen da.

Vom Studenten bis zum Rentner wohnt hier alles

Doch Florian Bayer von der Projektleitung der Bayrischen Hausbau versichert: „Hier wohnt vom Studenten bis zum Rentner alles. Es ist bunt gemischt.“ Auch die Aussicht aus manchen Wohnungen kann sich sehen lassen. Aus den raumhohen Fenstern, die überwiegend in Richtung Südosten und Südwesten ausgerichtet sind, sieht man mitunter auf die Stuttgarter Halbhöhe oder den Fernsehturm.

Angesichts der Mietsituation in der Stadt und der zentralen Lage könnte man meinen, die Wohnungen seien unbezahlbar. Tatsächlich liegen die Quadratmaterpreise im Schnitt bei 14 Euro Kaltmiete. Die billigste Variante liegt bei 12, die teuerste bei 17 Euro pro Quadratmeter. Die Wohnungsgrößen beginnen bei 30 und enden bei 180 Quadratmeter. Zwei Drittel aller Wohnungen machen die Zwei-Zimmerwohnungen aus. Die größte Wohnung hat fünf Zimmer.

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