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Kritik an Verkauf: Sowohl Mieterbund als auch VdK führen Ärger der Mitglieder ins Feld.

Stuttgart - Nach der Entscheidung des Aufsichtsrats, die 21 500 LBBW-Wohnungen nicht an das BW-Konsortium unter Beteiligung der Stadt Stuttgart, sondern an die Patrizia AG zu verkaufen, droht der Landesbank Ungemach. Nach der Protestwelle der vergangenen Tage gegenüber der Bank und der Landesregierung kündigen nun gleich zwei Verbände an, ihre Mitglieder wollten aus den Vorgängen Konsequenzen ziehen.

Roland Sing, Landesvorsitzender des Sozialverbandes VdK, hat nach Informationen unserer Zeitung einen Brief an den LBBW-Vorstandsvorsitzenden Hans-Jörg Vetter geschickt. Darin wird die Verkaufsentscheidung scharf kritisiert. „Es muss davon ausgegangen werden, dass die sozialen Kriterien nur wenig Berücksichtigung gefunden haben und ausschließlich der höhere Kaufpreis den Ausschlag für die Entscheidung gegeben hat. Dies können wir nicht nachvollziehen“, schreibt Sing. Man werde deshalb „unseren 210 000 Mitgliedern in Baden-Württemberg und 1,6 Millionen Mitgliedern in Deutschland in geeigneter Weise Kenntnis von unserem gewonnenen Eindruck geben“, heißt es weiter. Der VdK war über sein Tochterunternehmen GSW Sigmaringen am unterlegenen BW-Konsortium beteiligt.

Auch der Mieterbund Baden-Württemberg kündigt Proteste in großem Umfang an. Viele in Mietervereinen organisierte Mieter hätten bereits avisiert, ihre Bankverbindungen bei der LBBW-Tochter BW-Bank und bei den Sparkassen als LBBW-Miteigner kündigen zu wollen.

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