Zieht als jüngste Frau überhaupt in den US-Kongress ein: Die New Yorker Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez. Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Alexandria Ocasio-Cortez zieht als jüngste Frau überhaupt in den US-Kongress ein, die demokratischen Hoffnungsträger Beto O’Rourke und Andrew Gillum müssen ihre Niederlage eingestehen – Freud und Leid lagen in dieser Wahlnacht für beide Lager eng beieinander.

Washington - Gewonnen, verloren, verloren und doch irgendwie gewonnen: Freud und Leid lagen eng zusammen am Wahlabend der Midterms in den USA – und das auf beiden Seiten des politischen Spektrums. Während sich die einen strahlend in den Armen lagen, mussten andere bittere Niederlagen hinnehmen.

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Die New Yorker Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez zieht mit nur 29 Jahren als jüngste Frau in den US-Kongress ein, ihr Parteifreund Andrew Gillum gelang es dagegen nicht, in Florida zum Gouverneur gewählt zu werden. Hier hatte der Republikaner und treue Trump-Anhänger Ron DeSantis die Nase vorn.

Mitt Romney zieht locker in den Senat ein

Locker fuhr Mitt Romney, der einst gegen Barack Obama um die Präsidentschaft kämpfte, für die Republikaner den Senatssitz von Utah ein. Spannend wird, wie sich der bekennende Trump-Kritiker künftig im Senat positionieren wird.

Zu den prominenten Verlierern bei den Demokraten gehörte die Senatorin Heidi Heitkamp in North Dakota.

Die beiden Demokratinnen Rashida Tlaib und Ilhan Imar aus den Bundesstaaten Michigan und Minnesota sind die ersten muslimischen Frauen, die ins Repräsentantenhaus einziehen. Mit Sharice Davids und Deb Haaland, beide von den Demokraten, ziehen die ersten „Native Americans“ ins “House of Representatives“ ein.

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Der Demokrat Jared Polis schafft es als erster bekennend schwuler Mann auf einen Gouverneurs-Posten in den USA - und zwar in Colorado.

Verloren – und doch irgendwie gewonnen: Beto O’Rourke

Beto O’Rourke ist vermutlich der geheime Gewinner der Midterms – obwohl er knapp gegen den texanischen Senator Ted Cruz verlor. Mit seinem liberalen, betont freundlichen Wahlkampf hat sich der wahlweise als neuer Barack Obama oder Robert F. Kennedy gehandelte Demokrat für viele seiner Anhänger für Höheres empfohlen. Manche sehen ihn schon als Trump-Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl 2020.

Für Wirbel sorgte in der Wahlnacht, dass O’Rourke in der Rede, in der er seine Niederlage einräumte, das „F-Wort“ benutzte, als er seinen Anhängern zurief: „Ich bin so verdammt stolz auf euch!“ (Im Original: „I’m so fucking proud of you guys!“).

Im Video sehen Sie, welche anderen US-Politiker Geschichte geschrieben haben.

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