Michaela Barisic spielt am Freitag bei Günther Jauch um zwei Millionen Euro. Foto: MG RTL D / Frank Hempel

Michaela Barisic aus Villingen-Schwenningen hat „Wer wird Millionär?“-Zuschauer am Montag begeistert. Am Freitag spielt sie um bis zu zwei Millionen Euro. Im Interview hat sie verraten, wo ihre Wissenslücken liegen.

Villingen-Schwenningen - Selten sah „Wer wird Millionär?“ so einfach aus wie am vergangenen Montag. Kandidatin Michaela Barisic aus Villingen-Schwenningen hat den Ratestuhl zu ihrer Bühne gemacht und eine Frage nach der anderen so unbeeindruckt beantwortet, dass Moderator Günther Jauch sie irgendwann fragte, ob sie eigentlich gelangweilt sei. Sie sagte „nein“ und grinste als ob sie „ja“ meinen würde.

„Ich könnte mich ja doch verzockt haben“

Am Freitag spielt die Villingerin bei der 250.000-Euro-Frage weiter und gibt zu, dass sie trotz kecker Antworten und plüschigem Glücksschweinchen ganz schön aufgeregt war. „Besonders kurz vor der Auflösung der Fragen“, sagt Barisic, „ich könnte mich ja doch verzockt haben.“ Wer sie am Montag gesehen hat, dem scheint das ungewöhnlich. So lag sie mit ihren Vermutungen immer goldrichtig. Doch woher kommt das große Allgemeinwissen?

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„In meiner Freizeit schaue ich Unmengen an Dokusendungen“, sagt die Villingerin. Außerdem hat sie neben der Arbeit studiert. „Ich war für Kulturgeschichte und Sozialwissenschaften eingeschrieben“, erklärt sie, „allerdings ohne Klausuren zu schreiben, einfach so als Hobby.“ Für die Vorbereitung zur Spielshow hat sich Barisic mit einem Atlas, einem Lexikon, einem Quiz-Übungsbuch und mit Klatschzeitschriften ausgestattet. Außerdem habe sie haufenweise unnützes Wissen gelesen und die „Wer wird Millionär?“-App rauf und runter gespielt. „Im Zug zum Dreh hatte ich dann Zeit zum Lernen.“

In der Heimat verwurzelt

Die Taktik zahlt sich aus: Barisic könnte am Freitag im „Zocker-Spezial“ den Hauptgewinn von zwei Millionen Euro mit nach Hause in den Schwarzwald-Baar-Kreis nehmen. Dort wird sie schon jetzt umjubelt, denn sie ist keine Unbekannte. Obwohl die „Chaotin“, wie ihre Mama sie bei Jauch nannte, schon 18 mal umgezogen ist, hat sie ihre Heimatstadt nie verlassen. „Ich bin in Villingen-Schwenningen geboren, aufgewachsen und fest verwurzelt“, sagt Barisic. Seit 1982 ist sie bei der Hexenzunft aktiv, seit 1987 ist sie Volleyballspielerin, inzwischen sogar Trainerin, in Villingen. „Zu unserem nächsten Heimspiel könnte es dann endlich mal mehr Zuschauer geben“, hofft sie.

Die Tochter wünscht sich Familienzuwachs

Doch auch über die voll besetzte Tribüne hinaus könnte sich ihre Teilnahme bei „Wer wird Millionär?“ lohnen. In der Sendung erzählte Barisic bereits, dass sie ihre Eltern vom gewonnen Geld in den Urlaub schicken möchte. Sie hätten bisher nur die Autobahn gesehen, witzelt sie.

Außerdem haben ihre Kinder zwei Bitten: „Meine Tochter wünscht sich ein Kätzchen“, sagt Barisic im Interview mit unserer Redaktion, „mein Sohn möchte besondere Sneaker.“ Sie selbst hat nichts materielles im Kopf, sondern möchte in Ruhe eine neue Arbeitsstelle finden. Sorgen macht sie sich aber nicht: „Ich war für 13 Jahre in der regionalen Wirtschaftsförderung tätig, daher kenne ich den Bürgermeister und viele Unternehmer.“

Literatur, Musik und Physik könnten sie aus der Bahn werfen

Mit den 125.000 Euro, die Michaela Barisic bereits sicher sind, kann sie sich trotz Kätzchen und Sneaker erst mal zurücklehnen. Dabei gibt es nur drei Themen, die den zwei Millionen Euro noch im Weg stehen: „Meine Schwachstellen sind klassische Literatur und Musik sowie Physik“, erzählt sie unserer Redaktion, „alle anderen Themen interessieren mich auch privat.“

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