Jan Josef Liefers (l.) und Dr. Michael Tsokos untersuchen zwei echte Todesfälle. Foto: TVNOW / friese.tv/Andreas Friese

"Obduktion - Echte Fälle mit Tsokos und Liefers" startet am 4. Januar bei TVNow. Worum geht es in dem neuen True-Crime-Format mit "Tatort"-Star Jan Josef Liefers und Rechtsmediziner Michael Tsokos?

TVNow schickt mit "Obduktion - Echte Fälle mit Tsokos und Liefers" (ab 4. Januar) eine neue True-Crime-Dokumentation ins Rennen. Rechtsmediziner Dr. Michael Tsokos (53) wird sich mit prominenter Unterstützung von "Tatort"-Star Jan Josef Liefers (56) auf Spurensuche begeben - und zwei echte Todesfälle entschlüsseln.

Was ist das Besondere an dem Format?

Laut dem Streamingportal handelt es sich um die weltweit erste gezeigte Obduktion von realen Todesfällen. Während Michael Tsokos, Leiter der Berliner Rechtsmedizin, seiner Arbeit nachgeht, wird Liefers den Zuschauer als Vermittler auf die Spurensuche mitnehmen. "Es geht in dieser Dokumentation für mich nicht nur darum, die Arbeit eines Rechtsmediziners so zu zeigen, wie sie wirklich ist, sondern auch darum, einen Anstoß zu geben, noch einmal anders über den Tod nachzudenken", erklärt der Schauspieler, der seit 2002 in der "Tatort"-Reihe als Professor Karl-Friedrich Boerne selbst einen Rechtsmediziner spielt.

Wie werden die Todesfälle aufgeklärt?

Tsokos und Liefers werden sich zwei wahren Fällen widmen und zeigen, wie die rechtsmedizinische Beweiskette abläuft. Sie reicht von der computertomographischen Untersuchung über die äußere und innere Leichenschau bis zur finalen Versorgung der Toten, damit diese in Würde ihren Angehörigen übergeben und beerdigt werden können. Die Dokumentation soll sowohl die wissenschaftliche als auch die menschliche Seite dieser anspruchsvollen Arbeit aufzeigen.

Wie viel wird gezeigt?

"Gezeigt wird nur so viel, wie nötig, damit der Zuschauer die komplexen Abläufe und Schlussfolgerungen des Rechtsmediziners verstehen kann", erklärt TVNow vorab in einer Mitteilung.

Sollte sich zudem nur der leiseste Verdacht bestätigen, dass es sich um ein Tötungsdelikte handele, müssten die Dreharbeiten abgebrochen werden, erklärt Michael Tsokos. "Dann ist das ein Fall für die Mordkommission. Das heißt: Kameras sofort aus. Dann werden die Mordkommission und die Spurensicherung dazu geholt, es wird alles explizit dokumentiert, wir nehmen Asservate für toxikologische Untersuchungen und dann kann der Leichnam trotzdem freigegeben werden."

Die Ausstrahlung ist zuerst auf TVNow geplant, später soll sie auch im Free-TV bei RTL zu sehen sein. Das Streamingportal wird zeitgleich zur 90-minütigen Dokumentation noch eine umfassendere Version von 4 Folgen à 45 Minuten zum Abruf bereitstellen.