Riesen-Coach John Patrick ist von seinem Team enttäuscht. Foto: Pressefoto Baumann

Kurzzeitig standen die MHP Riesen Ludwigsburg auf Platz acht der Liga. Doch nach der 75:81-Niederlage in Bremerhaven sind die Play-offs in der Basketball-Bundesliga wieder in weiter Ferne.

Ludwigsburg - Die MHP Riesen Ludwigsburg haben in der Basketball-Bundesliga am Mittwochabend die große Chance verpasst, in die Play-off-Ränge zu springen. Nachdem der Rivale aus Braunschweig sein Heimspiel gegen Bonn verloren hatte, konnten die Riesen diese Vorlage nicht nutzen, weil sie selbst bei den abstiegsbedrohten Eisbären Bremerhaven mit 75:81 (39:38) den Kürzeren zogen. Dabei lagen die Gäste noch Mitte des dritten Viertels bei eigener Führung zwischenzeitlich auf dem begehrten achten Platz. Trainer John Patrick haderte: „Wir hatten acht Punkte Führung, dann aber den Kopf verloren.“

Riesen sind zu eigensinnig

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison verfiel die Mannschaft in zu viele Einzelaktionen. Nach einer 24:19-Führung kamen die Riesen schwer ins zweite Viertel und mussten einen 13:0-Lauf des abstiegsbedrohten Gegners hinnehmen, dennoch kämpfte sich die Mannschaft immer wieder zurück ins Spiel, verlor aber zunehmend ihre Linie. „Das war oft zu egozentrisch“, sagte Patrick, „außerdem waren wir defensiv zu undiszipliniert und haben zu viel Fouls begangen.“ So blieb wieder einmal viel an Marcos Knight hängen, der mit 23 Punkten zumindest seine persönliche Bilanz als fünftbester Scorer der Liga behauptete. Und jetzt? „Wir brauchen drei Siege“, sagt Patrick. Angesichts der Gegner Vechta, Göttingen und Alba Berlin ein ganz schweres Unterfangen.

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