David McCray war das Gesicht der Riesen – und bleibt auch eines. Foto: MHP Riesen Ludwigsburg

Nach 567 Pflichtspielen beendet David McCray seine Karriere als Profi-Basketballer. Der 32-Jährige bleibt den MHP Riesen Ludwigsburg aber erhalten und startet seine Trainerkarriere

Ludwigsburg - In den vergangenen Woche war viel spekuliert worden bei den Ludwigsburgern Basketballfans: Was wird aus dem langjährigen Kapitän David McCray? Jetzt ist die Antwort da – er wird die Riesen verlassen, aber ihnen auch erhalten bleiben. Klingt etwas verwirrend, doch des Rätsels Lösung ist einfach. Der 32-Jährige beendet seine Spielerkarriere bei den Ludwigsburgern, steigt dafür aber in den Trainerstab mit ein – und das nach 567 Pflichtspielen auf nationalem und internationalem Parkett. Während er sich als einer der drei Assistenztrainer gemeinsam mit Benjamin Pantoudis vor allem um die Athletik der Profis kümmern und als Mentor fungieren wird, leitet er ab der neuen Spielzeit gemeinsam mit Namensvetter David Gale die Geschicke des U-19-Teams in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL). „David war nicht nur als Spieler anerkannt, sondern insbesondere auch als Mensch und Persönlichkeit“, sagt der Vorsitzende Alexander Reil zum Neustart. „Er war Identifikationsfigur, zeichnete sich durch Leadership auf dem Court, aber auch abseits des Spielfeldes aus und hat für unseren Club eine Menge geleistet.“

Legendäre Grill-Partys

So war McCray in den vergangenen Jahren stets ein Bindeglied vor allem zu den ausländischen Neuzugängen, um ihnen den Einstieg in die neue Umgebung zu erleichtern. Fast schon Kult-Charakter hatten seine Grill-Partys bei sich zuhause. Weshalb es zwischenzeitlich wohl sogar eine Überlegung war, selbst oder als Partner ein Steakhaus zu führen. Chefcoach John Patrick betont angesichts des Charakters des Spielers: „Meine höchste Priorität war es, dass wir David hier in unserem Programm behalten. Er ist ein exzellenter Leader und wird unser Trainerteam auf und neben dem Parkett großartig bereichern.“ David McCray dürfte froh und glücklich sein, dass seine Zukunft endlich geklärt ist. „Ich bin unheimlich dankbar, aber auch stolz auf alles, was ich in den vergangenen fünfzehn Jahren erleben durfte“, sagt er zu seinem Abschluss als Spieler. Und an die Fans gerichtet: „Danke für den Support und die Unterstützung. Es bedeutet mir mehr als ihr Euch vorstellen könnt und es war mir eine Ehre Euer Kapitän zu sein!“ Als Anerkennung wird der Verein die Nummer 4 vorerst nicht mehr vergeben und das Trikot des langjährigen Kapitäns – und damit als erstes Jersey in der knapp 60-jährigen Geschichte des Ludwigsburger Basketballs – sprichwörtlich unters Hallendach hängen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: