Ein Wandgemälde erinnert an den Absturz der Maschine MH370 Foto: AP

Fast zwei Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden von Flug MH370 der Malaysia Airlines hat die Ehefrau eines Passagiers die Fluglinie und die Regierung auf Schmerzensgeld in Millionenhöhe verklagt.

Kuala Lumpur - Die 32-Jährige fordere 7,6 Millionen Dollar (etwa 6,9 Millionen Euro) für die „widerrechtliche Tötung“ ihres Mannes, teilte ihr Anwalt am Donnerstag mit. In der Klage werden der Fluggesellschaft und Behörden beim Absturz der MH370 Fahrlässigkeit sowie Vertragsverletzung vorgeworfen.

Die Maschine mit 239 Menschen an Bord war am 8. März 2014 kurz nach ihrem Start in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur mit Ziel Peking vom Radar verschwunden. Die im Juli 2015 auf der Insel Réunion angeschwemmte Flügelklappe ist das bisher einzige gefundene Wrackteil der Boeing 777. Die Suche nach MH370 geht im südlichen Indischen Ozean weiter. Dort suchen derzeit vier Spezialschiffe mit Sonderausrüstung wie Sonargeräten und Tiefseedrohnen nach Überresten des Flugzeugs.

Anwälte in Malaysia sagten, sie erwarteten in den kommenden Tagen weitere Klagen. Der Grund ist der Ablauf einer Frist von zwei Jahren, innerhalb derer Ansprüche nach Flugunfällen geltend gemacht werden können. Die 32-jährige Witwe reichte die Klage den Angaben zufolge auch im Namen ihrer beiden Söhne sowie ihrer Schwiegereltern ein.

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