Auf der ganzen Welt trauern die Menschen um die Opfer des Fluges MH17. Besonders bewegt die Öffentlichkeit das Schicksal einer australischen Familie. Foto: dpa

Sie verloren bei dem Absturz von Flug MH17 ihre drei Kinder und den Großvater: Ein australisches Ehepaar wendet sich jetzt in einem offenen Brief an die verfeindeten Lager in der Ukraine.

Sie verloren bei dem Absturz von Flug MH17 ihre drei Kinder und den Großvater: Ein australisches Ehepaar wendet sich jetzt in einem offenen Brief an die verfeindeten Lager in der Ukraine.

Melbourne - Ihr Schmerz ist kaum vorstellbar: Ein australisches Ehepaar hat beim Absturz der Malaysia-Airlines-Maschine über der Ukraine seine drei Kinder verloren. Der zwölfjährige Mo, die zehnjährige Evie und der acht Jahre alte Otis saßen mit ihrem Großvater in der Boeing 777-200, die am 17. Juli mutmaßlich von Separatisten abgeschossen wurde. 298 Menschen starben.

Nun wenden sich Anthony Maslin und Marite Norris in einem offenen Brief auch an die verfeindeten Lager in der Ukraine - ihre Botschaft, die mehrere australische Medien veröffentlichten, spricht von ihrem grenzenlosen Kummer, aber auch von Vergebung: "Unser Schmerz ist tief und unerbittlich. Wir leben in einer Hölle. Unsere Kinder sind nicht bei uns - mit diesem Horror müssen wir nun leben für den Rest unseres Lebens. Niemand verdient, so etwas durchstehen zu müssen. Nicht einmal die Menschen, die unsere ganze Familie vom Himmel geschossen haben."

"Kein Hass ist so stark wie unsere Liebe für unsere Kinder. Kein Hass ist so stark wie unsere Liebe für Opa Nick."

An Bord der abgeschossenen Maschine 37 Menschen aus Australien. Mehr als 1000 Menschen gedachten am Donnerstag in Melbourne der Opfer von Flug MH14. Bei der Trauerfeier sprachen Christen, Muslime, Buddhisten und Juden Gebete. Diplomaten aus Malaysia und den Niederlanden zündeten Kerzen an. „Möge Gott uns helfen zu wissen, dass Güte stärker ist als Übel, dass Liebe stärker ist als Hass“, sagte der anglikanische Dekan von Melbourne, Andreas Loewe. Die St-Paul’s-Kathedrale war so überfüllt, dass viele die Feier auf einer Leinwand in einem Park verfolgten.

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