Geht es nach Petro Poroschenko trägt Russland die Schuld am Abschuss der MH17. Foto: dpa

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat die Schuldvorwürfe gegen Russland im Bezug auf den Abschuss der MH17-Maschine bekräftigt.

Kiew - Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat zum Jahrestag des Abschusses der malaysischen Passagiermaschine MH17 über der Ostukraine die Schuldvorwürfe gegen prorussische Separatisten und Russland bekräftigt. „Die Hochtechnologiewaffe, mit der das Flugzeug abgeschossen wurde, konnte nur aus Russland in die Hände der Terroristen gelangen“, betonte der Staatschef in einem am Freitag veröffentlichten Video.

Nur auf „direkten Befehl“ der höchsten politischen und militärischen Führung des Nachbarstaates sei dies möglich gewesen, sagte er. Bei dem Abschuss der Boeing am 17. Juli waren alle 298 Insassen ums Leben gekommen. Die Separatisten haben wie Russland stets die Verantwortung für die Tragödie zurückgewiesen.

Die Ukraine wolle ein Memorial am Unglücksort Hrabowe für die Opfer errichten, sobald das Land die Kontrolle über das Territorium zurückerlange, sagte Poroschenko. Er forderte zudem eine Bestrafung der Schuldigen. Die Ukraine unterstützt einen Antrag Malaysias, Australiens und der Niederlande, bei den Vereinten Nationen ein Tribunal einzurichten. Russland lehnt dies ab, solange die Ermittlungen zu der Tragödie nicht abgeschlossen sind.

Anwohner in dem von prorussischen Aufständischen kontrollierten Gebiet hatten am Donnerstag einen Gedenkstein „für die unschuldigen Opfer des Bürgerkrieges“ eingeweiht.

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