Boss – hier ein Pullover der Modemarke auf einem Kleiderbügel – steigert das Wachstumstempo im eigenen Einzelhandel. Foto: dpa

Der Modekonzern aus Metzingen kommt beim Umbau voran und profitiert vor allem von den eigenen Läden.

Metzingen - Bei Hugo Boss geht es weiter aufwärts. „Wir sind auf einem guten Weg unsere Ziele für 2017 zu erreichen oder in Teilen sogar zu übertreffen“, kommentiert Boss-Vorstandschef Mark Langer die Zahlen fürs dritte Quartal. „Überaus freundlich“ lief der eigene Einzelhandel, dessen Umsatz im dritten Quartal flächen- und währungsbereinigt um fünf Prozent zulegte. Der gesamte Konzernumsatz stieg zwischen Juli und September währungsbereinigt um drei Prozent auf 710,7 Millionen Euro. Zum Wachstum trugen insbesondere der eigene Einzelhandel in bislang problematischen Märkten wie Großbritannien und China bei, erstmals seit zwei Jahren auch wieder die Boss-Läden in den USA. Auch das operative Ergebnis (Ebit) legte um fünf Prozent auf 114,9 Millionen Euro zu. Unterm Strich blieb ein Gewinn nach Steuern von 80,3 (Vorjahreszeitraum: 80,6) Millionen Euro.

Neupositionierung von Boss und Hugo kommt voran

Die Neupositionierung von Boss und Hugo komme gut voran, heißt es weiter. Wie schon berichtet, will sich das Unternehmen auf die zwei Marken Boss und Hugo konzentrieren, während Boss Orange und Boss Green nicht mehr als eigenständige Marken geführt werden. In wenigen Wochen sollen die ersten Teile der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2018 in die Läden kommen. „Wir haben somit die Voraussetzungen für zukünftiges profitables Wachstum geschaffen“, so Langer.

Auf Grund der positiven Entwicklung hebt Hugo Boss die Jahresprognose an und rechnet für 2017 mit einem Umsatzanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Zu dieser Entwicklung sollen vor allem die Regionen Europa und Asien/Pazifik beitragen. Im eigenen Einzelhandel erwartet der Modekonzern einen Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Ergebnis vor Sondereffekten, bei dem sich verstärkte Marketingaktivitäten rund um die Marken, Investitionen in die digitale Transformation des Geschäftsmodells sowie negative Währungseffekte bemerkbar machen, soll stabil bleiben.

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