Die Probleme des Autoverkehrs und Straßenbaus würden beim Mobilitätskongress ausgeblendet, kritisiert der Landesnaturschutzverband im Vorfeld der Veranstaltung am 22. Januar. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Am Dienstag, 22. Januar, beschäftigt sich der Mobilitätskongress der Metropolregion mit dem Verkehr in der Region Stuttgart und ihren Nachbarregionen. Mehr als 330 Teilnehmer werden erwartet. Doch nicht alle sind begeistert.

Stuttgart - Der Landesnaturschutzverband (LNV) kritisiert den Mobilitätskongress der Metropolregion Stuttgart, der am Dienstag, 22. Januar, mit mehr als 300 Teilnehmern in der Sparkassenakademie am Pariser Platz stattfindet. Umweltverbände seien nicht eingeladen worden, bemängelt Rudolf Pfleiderer, stellvertretender Sprecher des LNV-Arbeitskreises Stuttgart. Und bei den Themen, die in acht Arbeitsgruppen besprochen werden, fehle der Bereich Straßenverkehr. Da die Mittel für den Bau von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen angehoben würden und „fast alle auf Stuttgart zuführenden großen Straßen verbreitert werden sollen“, müsse mit einer Zunahme des Autoverkehrs in der Metropolregion gerechnet werden, meint der Naturschutzverband. „So kann man aber weder die Luftreinhalte- noch die Klimaschutzziele erreichen“, kritisiert Pfleiderer.

Kritik am Regionalverkehrsplan

Der LNV übt an der Verkehrspolitik des Verbands Region Stuttgart, einem der Veranstalter des Kongresses, schon länger Kritik. So habe der im Sommer beschlossene Regionalverkehrsplan nicht einen „leistungsfähigen ÖPNV“ als Schwerpunkt, sondern sei ein „Wunschkatalog für Straßenneu- und -ausbau.“

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