Die Kulturinitiative Rock Winterbach kündigt einen weiteren Künstler für das Festival an: Tobias Sammets Avantasia bringt im Juli epischen Power Metal ins Remstal bei Stuttgart.
Die Kulturinitiative Rock Winterbach (Rems-Murr-Kreis) sorgt mit der Ankündigung des nächsten Künstlers für das Zeltspektakel 2026 für einen Kracher, der viele Freunde der musikalisch härteren Gangart freuen dürfte: Die Metalband Avantasia kommt am Sonntag, 26. Juli, zu dem Festival im Remstal. Der Vorverkauf läuft ab sofort – zunächst auf der Webseite des Zeltspektakels, ab 14. November auch auf anderen Plattformen.
Das Mastermind hinter Avantasia ist der Fuldaer Sänger und Komponist Tobias Sammet, der einigen Fans von Gitarrenriffs und schwingenden Mähnen auch als Moderator beim Rocksender Radio Bob bekannt sein dürfte. Mit den Erfolgen seiner ersten Band Edguy, die einst als Schülerprojekt entstanden war, hat er bewiesen, dass das Klischee vom notorisch-bösen Metalhelden nicht stimmen muss, so trieften viele der Songs und Videos vor Blödel-Humor und Selbstironie.
Avantasia spielen 2026 ein Konzert in Winterbach bei Stuttgart
Seit 2017 pausiert Edguy, und Sammet konzentriert sich seitdem auf sein einstiges Nebenprojekt Avantasia. Offensichtlich mit Erfolg: Die Band hat bislang mehr als drei Million Alben verkauft, schon in mehr als 40 Ländern live gespielt, unter anderem beim legendären Wacken Open Air. Wie auch Edguy, gehört Avantasia stilistisch zum Powermetal – für Nichteingeweihte: Viel Keyboard, melodiöser Tenorgesang, komplexe Songstrukturen und epischer Sound.
Bei Avantasia kommen zudem Einflüsse aus Symphonic Metal, Pop, Rock und sogar Folkmusik dazu, alles geprägt vom charakteristischem Vibrato von Sammets Stimme. Im Vergleich mit Edguy kommen die Songs düsterer und vielschichtiger daher, doch dank der charismatisch-spaßigen Bühnenpräsenz des Frontmanns und seiner Selbstironie herrscht auch bei den Avantasia-Konzerten erfahrungsgemäß gute Laune.
Die Band verfolgt noch einen weiteren Ansatz: Die Metal-Oper. Viele der Alben erzählen zusammenhängende Geschichten – mit Rollen, die oft von Gastmusikern übernommen werden. Sammet hat auf diese Weise unter anderem schon mit Alice Cooper, Klaus Mein und Rudolf Schenker (Scorpions), Michael Kiske (Helloween), Eric Martin (Mr. Big) und Hansi Kürsch (Blind Guardian) kollaboriert – was Avantasia zu einem echten All-Star-Projekt macht.
Das im Frühjahr erschienene aktuelle Album „Here Be Dragons“ ist zwar kein durchgängiges Konzeptalbum, was Sammet selbst als „befreiend“ bezeichnet hat. Dennoch, so das Versprechen des Sängers, erzählen die Songs „zehn Geschichten, die gut zusammenpassen und ein schönes Märchenbuch ergeben“. Den Hörern gefällt es offensichtlich: „Here Be Dragons“ hielt sich vier Wochen in den Top 100 der offiziellen deutschen Albumcharts, eine Woche gar auf Platz 1.
Welche Konzerte gibt es beim Zeltspektakel 2026?
Traditionell werden die Künstler, die bei dem alle zwei Jahre stattfindenden Festival auftreten, nicht alle auf einmal, sondern nach und nach bekannt gegeben. Bislang stehen folgende Musiker fest:
- Fury in the Slaughterhouse am 24. Juli
- Beth Hart und The Cinelli Brothers am 25. Juli
- Avantasia am 26. Juli
- Schmidbauer - Kälberer - Ringlstetter am 30. Juli
- Max Herre und Joy Denalane am 1. August
Zusammen mit Avantasia steht also das Programm für fünf der neun Abende fest. Mit Spannung werden nun die Künstler für die vier weiteren Festivaltage erwartet – plus ein weiterer Künstler, der am 25. Juli als Support von Beth Hart in Winterbach auftreten wird.
Tickets für Avantasia in Winterbach kosten knapp 83 Euro für Sitz- und knapp 75 Euro für Stehplätze. Der Einlass ins Zelt erfolgt schon um 18.30 Uhr, das Konzert selbst beginnt dann um 20 Uhr.