Gaben für die Met Gala modisch Gas (von links): Katy Perry, Beyoncé mit ihrer Tochter Blue Ivy und Kim Kardashian. Foto: AFP

Es ist die Nacht der Mode: An diesem Abend geben die Stars alles, um auf den Stufen des Metropolitan Museum hervorzustechen. Mode wird zur Kunst – und erlaubt ist alles.

Für diesen Abend zieht man nicht irgendwas aus dem Kleiderschrank. Die Met Gala in New York als die Nacht der Mode zu bezeichnen, ist nicht übertrieben. Und weil sich die internationale A-Prominenz wochenlang auf das Event vorbereitet, ist es keine Kleinigkeit, mit seinem Outfit auf den Treppen des Metropolitan Museum hervorzustechen. Die Met Gala, sie feiert die Extravaganz, die modische Exzentrik. Mehr ist mehr.

 

Der Dresscode des Mode-Spektakels lautete in diesem Jahr dann auch folgerichtig: „Mode ist Kunst“. Was zum Beispiel das deutsche Topmodel Heidi Klum dazu veranlasste, sich in eine Marmorstatue zu verwandeln. Der Gedanke, sagte die 52-Jährige, sei ihr gekommen, als sie das Metropolitan Museum besucht habe. Klum hat Erfahrung mit Verwandlungen: Ihre Halloween-Kostüme sind legendär.

Statuesk: Heidi Klum Foto: AFP

Kim Kardashian trug einen orangefarbenen Panzer, den ihr der britische Pop-Art-Künstler Allen Jones auf den Leib „geschneidert“ hatte. Die US-amerikanische Urmutter des „It-Girls“, mutiert zur Superheldin. Madonna war in Saint Laurent ein Kunstwerk für sich: Sieben „Zofen“ trugen die Schleppe der Sängerin, auf dem Kopf balancierte sie ein Geisterschiff.

Kim Kardashian als lebende Pop Art. Foto: AFP

Beyoncés Tochter Blue Ivy zum ersten Mal bei der Met Gala

Zehn Jahre musste die Met Gala ohne „Queen B“ auskommen, am Montagabend gab es eine spektakuläre Rückkehr: Beyoncé gab sich auf den Stufen des Metropolitan Museum die Ehre. Die 44-jährige Sängerin, in einem atemberaubenden Glitzerkleid mit meterlanger Federschleppe, hatte nicht nur ihren Ehemann Jay-Z dabei, sondern auch ihre Tochter Blue Ivy. Die 14-Jährige trug ein cremefarbenes Kleid mit bauschigem Ballonrock. Auch die Schauspielerin Nicole Kidman – in einem roten Chanel-Kleid – kam mit ihrer Tochter Sunday Rose zur Nacht der Mode.

Die Sängerin Beyoncé mit ihrem Ehemann Jay-Z und der gemeinsamen Tochter Blue Ivy. Foto: Evan Agostini/Invision/dpa

Selbst die Männer ließen sich etwas einfallen: Der Sänger Bad Bunny kam – mit Gehstock, grauen Haaren und vom Maskenbildner modellierten Falten – als alter Mann. Rihannas Ehemann Asap Rocky trug einen Gehrock in Puderrosa.

Geht nicht gibt’s nicht bei der Met Gala, die Looks lassen sich kaum in übliche Modekategorien einsortieren. Ein bisschen verstörend war allerdings, dass María Zardoya von der Indie-Band The Marías eine Porzellanpuppe mitbrachte, die wie eine exakte Kopie der Sängerin gestaltet war. Und das Model Kylie Jenner trug ein Kleid von Schiaparelli, das wirkte, als habe sie in aller Eile vergessen, es ganz anzuziehen.

Kylie Jenner in einem provokativen Entwurf von Schiaparelli. Foto: AFP

Schon Stunden vor dem Spektakel versammelten sich etliche Schaulustige auf der Fifth Avenue, um gute Sicht auf die Stars zu haben.

Zum 29. Mal organisierte die legendäre „Vogue“-Chefredakteurin Anna Wintour die Gala. Mit dem Abend werden Spenden für das Mode-Institut des Metropolitan Museums eingesammelt. In 28 Jahren kamen so mehr als 500 Millionen Dollar zusammen.

Dass der Amazon-Gründer und Milliardär Jeff Bezos die Met Gala ausrichtete, hatte im Vorfeld für negative Schlagzeilen gesorgt. Die Kritik: Einer der reichsten Menschen der Welt kauft sich ein Event – in einer Metropole, in der Statistiken zufolge etwa jeder vierte Bewohner in Armut lebt. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani blieb – anders als seine Vorgänger – der Veranstaltung fern. Auch Bezos zeigte sich nicht auf den Stufen vor dem Museum: Er ließ seine Frau Lauren Sánchez Bezos allein über den gelb-grünen Teppich gehen.

Die spektakulärsten Looks der Met-Gala 2026 – in unserer Bildergalerie!