Mesut Özil startet mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 24. Mai in die Vorbereitung auf die EM in Frankreich. Foto: Pressefoto Baumann

Am Dienstag startet das Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft in der Schweiz. Mittelfeldspieler Mesut Özil ist davor noch unterwegs und grüßt seine Fans von der Pilgerfahrt.

Stuttgart - Nach 88 Minuten am 38. Spieltag der Premier League war für Mesut Özil, Deuschlands 72-fachen Nationalspieler in Diensten des FC Arsenals, die Saison bei seinem Verein in der englischen Liga beendet. Nach insgesamt 45 Pflichtspielen in mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben, in denen der 27-Jährige seinen Kollegen 20 Torvorlagen lieferte und acht Treffer selbst erzielte, landete das Team aus London am Ende auf dem zweiten Tabellenplatz.

Trotz des Saisonendes im Ligabetrieb, steht Özils Highlight noch bevor: Am 24. Mai startet der gebürtige Gelsenkirchener mit der deutschen Nationalelf in die Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Frankreich, die das Team von Jogi Löw in der Schweiz absolviert und mit dem Gewinn des Wettberwerbs krönen möchte.

Der ständige Ortswechsel hält den offensiven Mittelfeldspieler jedoch nicht davon ab, auch seine freien Tage zu nutzen, um in der Welt unterwegs zu sein.

Özil tankt Kraft für die EM

Auf seinem Facebook-Auftritt veröffentlichte der Weltenbummler am Sonntagabend ein Bild, das ihn in ein weißes bodenlanges Pilgergewand gehüllt zeigt. Im Hintergrund sind weitere muslimische Gläubige zu sehen, die die "Kaaba", das quaderförmige Heiligtum der Moschee in Mekka umkreisen.

Der Beitrag stößt bei Özils Facebook-Fans, seit Kurzem folgen dem Fußballer mehr als 30 Millionen Menschen, auf viel Zuspruch. Bis zum Montagmittag wurde das Foto rund 60.000 Mal geteilt, mehr als 30.000 Mal kommentiert und über 1,4 Millionen Menschen klickten den "gefällt mir"-Button.

Auch in den Kommentaren, die zumeist aus der arabischen Welt, Özils türkischer Heimat oder von seinen Anhängern in England stammen, drücken die Fans ihre Anerkennung für Mesut Özils Religiösität aus. "Es ist schön zu sehen, wie religiös du bist", schreibt ein Nutzer. Ein anderer Fan kommentiert: "Ein guter Moslem, ein guter Spieler". In einem weiteren Kommentar wünscht sich eine junge Frau einen männlichen Nachkommen, um ihm den Namen des berühmten Fußballers geben zu können.

Mesut Özil macht Flüchtlingskinder glücklich

Die Pilgerfahrt nach Mekka in Saudi-Arabien gehört laut Koran zu den Pflichten eines jeden Muslims. Sie bildet die fünfte Säule des Islams und bringt Jahr für Jahr Millionen von Gläubigen an den Pilgerort. 2015 starben bei einer Massenpanik an der Pilgerstätte nach Veranstalter-Angaben mehr als 800 Gläubige, bei dem Umsturz eines Baukrans kamen nur wenige Wochen vorher mehr als 100 Menschen ums Leben. 

Noch bevor der bekennende Muslim nach Mekka gereist war, besuchte Özil Flüchtlinge in einem jordanischen Flüchtlingslager. Auf Einladung der Vereinten Nationen kam der Sportler nach Zaatari, wo mehr als 80.000 heimtlos gewordene Syrer leben. Dort spielte er mit Kindern Fußball und verteilte Sportartikel seines Sponsors.

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