Interessierte Besucher bei der „Speis & Trank“ – so eng und ohne Maske wird es dieses Jahr nicht zugehen. Foto: Veranstalter (Speis und Trank)

Die Messe „Speis & Trank“ findet am Wochenende in der Alten Kelter in Fellbach statt – trotz oder gerade wegen Corona. Wie das Hygienekonzept aussieht und worauf sich Besucher gefasst machen können:

Fellbach - Luca Salvatore, der Geschäftsführer der Luca & Elena GmbH mit Sitz in Neuhausen auf den Fildern, ist sich sicher: „Gerade in diesen turbulenten und schwierigen Zeiten ist es wichtig, die Leute wieder an die schönen Dinge des Lebens heranzuführen.“ Deshalb lädt er am Wochenende zur Messe „Speis & Trank“. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass eine Messe mit entsprechender Vorbereitung auch jetzt möglich und sogar sicherer als manch anderes sein kann“, sagt der Organisator von „Speis & Trank“.

In der Alten Kelter in Fellbach wird die Genussmesse, die regelmäßig im Herbst stattfindet, an diesen Samstag und Sonntag ihre Tore öffnen – natürlich mit einem Corona-Hygienekonzept. „Wir haben das genau ausgearbeitet. Unser Plan ist gut und wurde gelobt“, sagt der Geschäftsführer Luca Salvatore.

Die Stadt Fellbach segnet das Hygienekonzept der Messe ab

So sieht es auch der Fellbacher Ordnungsamtsleiter Peter Bigalk. „Ausgehend vom momentanen Stand und mit den Vorkehrungen kann die Messe stattfinden. Durch die Einbahnstraßenregelung, separate Ein- und Ausgänge sowie Desinfektionsständer und die guten Lüftungsmöglichkeiten sind die Bedingungen wohl besser als in vielen Einkaufszentren.“ Im Detail sieht es so aus, dass die Gänge in der Alten Kelter, die in vergangenen Zeiten während der Genussmesse richtig gut besucht waren, ziemlich leer wirken werden. „Das ist Absicht, dadurch können sich die Besucher sicher fühlen“, sagt Luca Salvatore und fügt hinzu, dass dieses Jahr maximal 350 Besucher zeitgleich in der Alten Kelter sein dürfen. Beenden zehn Leute ihren Rundgang, dürfen zehn neue Genussliebhaber hinein.

Auch die Zahl der Aussteller wurde reduziert: Statt üblicherweise 110 bis 120 sind es unter Pandemiebedingungen nur 65. Die Stände seien luftiger und als Inseln angeordnet. „Die Besucher können um den Stand herum stehen, sitzen und genießen, statt sich alle an einer Seite zu versammeln“, sagt der Geschäftsführer.

Wer etwas probieren möchte, darf dafür seine Maske abnehmen

Wer etwas probieren möchte – schließlich werden handverlesene Spezialitäten präsentiert – darf nur dafür seinen Mundschutz runter nehmen. Zudem sind pro Besucher in der 2500 Quadratmeter großen Alten Kelter sieben Quadratmeter eingeplant. Wer umherschlendert, soll drei Meter Abstand zum Nächsten halten. Passend dazu lautet das Motto „Mit Abstand genießen“. Das Feedback der Aussteller sei trotz Corona gut. Einige kämen von weit her, um sich in Fellbach zu präsentieren. „Kleinere Unternehmen können sich hier zeigen; Genuss funktioniert online nicht“, sagt Luca Salvatore.

Vor Ort wird eine große Vielfalt geboten, darunter ein Pasta-Start up, ein neuer Destillierer aus Rheinland-Pfalz, aber auch klassische Erzeuger. Das Angebot reicht von der Bienenmanufaktur bis zum Winzer, von der Chili-Mafia bis zu Goldwachs-Tüchern, von der Mandelbrennerei bis zum Salzverkäufer. Die Nachfrage nach Karten sei gut. Die gibt es online. Man muss sich registrieren. „Das ist sicherer als in einem Supermarkt, keiner darf ohne Registrierung rein“, sagt Salvatore.

Öffnungszeiten: Die Messe ist am Samstag von 11 bis 20 Uhr, am Sonntag 11 bis 18 Uhr geöffnet. Dieses Jahr gibt es wegen Corona ein Einbahnsystem und keinen Wiedereintritt am jeweiligen Messetag mit Stempel. Eintrittskarten sind im Vorverkauf im Easy Ticket Service erhältlich. Für Kurzentschlossene gibt es eine Tageskasse. Weitere Infos unter www.messe-speisundtrank.de

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