Messe Fair Handeln Konsum mit bestem Gewissen

Von Martin Haar 

Philipp Keil, Bernhard Felmberg, Peter Friedrich und Roland Bleinroth (von links) bei der Eröffnung. Foto: Lichtgut, Ferdinando Iannone
Philipp Keil, Bernhard Felmberg, Peter Friedrich und Roland Bleinroth (von links) bei der Eröffnung. Foto: Lichtgut, Ferdinando Iannone

Fairer Handel und globale Verantwortung sind Themen, die immer mehr Menschen für wichtig halten. Entsprechend groß ist auch das Interesse bei der Messe.

Stuttgart - Das Thema Fair Trade (Fairer Handel) bewegt gerade in Zeiten des Klimawandels immer mehr Menschen. Ein Indiz dafür ist: Die Flächen der Messe zu diesem Schwerpunkt sind ausgebucht. 150 Aussteller präsentieren noch bis einschließlich Sonntag in der Messehalle 5 ihre Produkte und ihr Wissen zu fairem, globalem und verantwortungsvollem Handeln. „Die Fair Handeln entwickelt sich seit ihrem Start im Jahr 2009 zu einer Erfolgsgeschichte. Wir sind stolz auf ihre Entwicklung zur Leitmesse für faires Handeln und globale Nachhaltigkeit“, sagt Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Stuttgarter Messe.

Eröffnet wurde die achte Auflage der Fachmesse am Donnerstag von Europa­minister Peter Friedrich. „Diese Messe leistet einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit in der Welt“, sagte er. Nachdem im vergangenen Jahr bereits 90 000 Besucher gezählt wurden, hofft der Minister auf noch stärkeren Publikumszuspruch in diesem Jahr. Parallel zur Ausstellung bietet die Fair Handeln ein Rahmenprogramm mit Kongressen und Tagungen. Besucher dürfte vor allem das Angebot der Aussteller interessieren. Sie zeigen Lebensmittel oder Kunsthandwerk aus dem fairen Handel, öko-faire Mode oder stellen nachhaltige Reiseangebote vor.

Beitrag zu mehr Gerechtigkeit in der Welt

Tanja Ambacher ist deswegen aus Möglingen auf die Landesmesse gefahren. Sie interessiert sich für Konsumgüter, die sie mit gutem Gewissen kaufen kann: „Heute werde ich mir nachhaltig produziertes Olivenöl, Schokolade und Kaffee kaufen.“

Petra Heise aus Zürich informiert sich am ersten Messetag über faire und ökologische Mode: „Ich mag Kleidung, die unter gerechten Bedingungen produziert ist und nicht vor Chemie strotzt.“ Daneben kann sich der Messebesucher auch über ethisch wertvolle Geldanlagen informieren. „Bei uns kann man sein Geld in soziale Projekte, den ökologischen Landbau oder in erneuerbare Energien anlegen“, sagt die Sprecherin einer Bank in Halle 5 und ergänzt: „Wer einen ganz normalen Konsumkredit braucht, der ist bei uns falsch.“

Auch für Kinder und Jugendliche bietet die Fair-Trade-Messe etwas. Zum Beispiel Workshops und Bildungsangebote zu Themen wie Handys, Fair-Trade-Schools und Nachhaltigkeit.

Auch Schulabsolventen mit Interesse an einem freiwilligen Einsatz in Entwicklungs- und Schwellenländern oder Studenten auf der Praktikumssuche im In- oder Ausland können sich bei Ausstellern informieren. Übrigens: Für Jugendliche ist der Eintritt an diesem Freitag bei Vorlage des Schülerausweises frei.

Details zum Rahmenprogramm sind auf der Homepage der Fair Handeln zu finden.

Lesen Sie jetzt