Musste sich gewaltig strecken – setzte sich aber am Ende gegen Jo-Wilfried Tsonga durch: Milos Raonic. Foto: Baumann

Bereits in kompletter Wimbledon-Montur gewinnt Milos Raonic gegen Jo-Wilfried Tsonga und trifft auf einen ungarischen Überraschungsmann.

Stuttgart - Milos Raonic gegen Jo-Wilfried Tsonga – zwei Rasentennisspezialisten sorgten am Mittwoch für einen wegen Regens zwar verspäteten, sportlich dafür umso beeindruckenderen Auftakt auf dem Stuttgarter Centre-Court. Zwei Stunden 27 Minuten lang boten die beiden Rasentennis vom feinsten, ehe sich am Ende Raonic mit 6:4, 6:7, 7:6 durchsetzen konnte. Die Qualität beim eigenen Service war beeindruckend – lediglich Raonic gelang im ersten Satz ein Break zum Satzgewinn.

Auffällig war zudem, dass der Kanadier, der wegen einer Knieverletzung nicht in Paris starten konnte, komplett in weiß spielte: „Wir bereiten uns alle auf Wimbledon vor. Vielleicht gehe ich mit dem Outfit noch einen kleinen Schritt weiter als alle anderen“, sagte er im Hinblick auf die obligatorische weiße Kleidung auf dem heiligen Rasen in London.

Sein Gegner im Viertelfinale ist Überraschungsmann Marton Fucsovics. Der Ungar war selbst beim fachkundigen Stuttgarter Tennispublikum nur Insidern bekannt – dabei ist der 27-Jährige der beste Tennisspieler seines Landes seit Balázs Taróczy in den 70er und 80er Jahren. In der zweiten Runde sorgte Fucsovics mit einem 6:7, 6:2, 7:5-Erfolg über den an vier gesetzten Georgier für einen kleinen Paukenschlag am Mittwoch. Derzeit steht der Ungar noch auf Position 52 der Weltrangliste – wird dank des Viertelfinaleinzugs aber ab kommender Woche auf jeden Fall unter die Top-50 der Weltrangliste zurückkehren.

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