Cedrik-Marcel Stebe zeigte in der ersten Runde in Stuttgart eine starke Leistung. Foto: Baumann

Cedrik-Marcel Stebe ist beim ATP-Turnier in Stuttgart überraschend eine Runde weiter.

Stuttgart - Außenseiter Stebe sorgte zunächst für den einzigen deutschen Lichtblick beim „Mercedes-Cup“ in Stuttgart nach dem jüngsten Davis-Cup-Debakel. Der Weltranglisten-197. bezwang bei der mit 450.000 Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung den an Position drei gesetzten, klar favorisierten Russen Nikolai Dawydenko in drei Sätzen 3:6, 6:1 und 6:4. Der 20-Jährige aus Vaihingen/Enz war nur dank einer Wildcard ins Hauptfeld auf dem Weissenhof eingezogen.

Stebe: „Mal schauen, was geht.“

„Das war mein bisher bester Sieg, aber vielleicht nicht mein bestes Match“, sagte Stebe nach seinem ersten Erfolg beim erst dritten Auftritt auf der ATP-Tour. „Ich kann es noch nicht glauben, dass ich ihn geschlagen habe.“ Immerhin hat der ehemalige Weltranglistendritte Dawydenko bereits 21 ATP-Turniere gewonnen.

Stebe räumte ein, dass er nach seiner 3:0-Führung im entscheidenden dritten Satz „ein bisschen nervös“ geworden sei. Als nach vier verlorenen Spielen in Serie alles gegen den zurückhaltenden Schwaben sprach, spielte er „wieder aggressiv“. Er drehte das Match und verwandelte gleich seinen ersten Matchball nach 2:03 Stunden zum 6:4. Stebe rechnet sich nun weitere Chancen aus: „Mal schauen, was geht.“

Hamburger Mischa Zverev enttäuschte

Bastian Knittel (Ditzingen) verlor dagegen bei großer Hitze erwartungsgemäß gegen den spanischen Sandplatz-Spezialisten Juan Carlos Ferrero 2:6, 4:6. Knittel war als „Lucky loser“ ins Hauptfeld gerutscht. Dagegen enttäuschte Mischa Zverev auf ganzer Linie: Der Hamburger scheiterte am slowakischen Qualifikanten Pavol Cervenak 4:6, 6:4, 2:6.

Naturgemäß mit einer Niederlage endete auch Robin Kerns ATP-Premiere. Der erst 17 Jahre alte deutsche Tennis-Rookie aus dem fränkischen Oberasbach, der bei den Junioren-Grand-Slams in Paris und Wimbledon jeweils das Viertelfinale erreicht hatte, unterlag dem French-Open-Viertelfinalisten Fabio Fognini 4:6 und 1:6. Eine Nummer zu groß war auch der Franzose Jeremy Chardy für Tobias Kamke. Der Sieger des „Mercedes-Cups“ von 2009 schaltete den sich im ersten Satz tapfer wehrenden Lübecker 7:6 (7:1) und 6:1 aus.

Der in Stuttgart an Nummer 2 gesetzte Jürgen Melzer schied überraschend aus. Der Weltranglisten-Zwölfte aus Österreich verlor gegen den Kolumbianer Santiago Giraldo 4:6, 5:7.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: