Die Wege zwischen Qbus, ES-Center und Bahnhof werden sich stark verändern. Foto: Bulgrin

Das Areal rund um den Esslinger Bahnhof verändert sich zurzeit sehr stark. Das hängt unter anderem mit dem Bau des so genannten Qbus zusammen. Es soll Raum für Außengastronomie, barrierefreien Fußverkehr und Grünflächen entstehen.

Die Entwicklung des Areals rund um den Esslinger Bahnhof soll schon im Januar attraktiver werden für Fußgänger. 1,4 Millionen Euro steckt die Stadt in die Aufwertung des Geländes um den künftigen Qbus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof und zum ES-Einkaufscenter. Das Gelände, wo jetzt der so genannte Qbus entsteht, war lange Zeit eine Brache. Davor war es der Esslinger ZOB, der aber vor Jahren noch näher an den Bahnhof gerückt ist.

 

Langfristig kein Nachteil für den Autoverkehr

Schon im Januar 2023 soll die Berliner Straße um eine Fahrspur verkleinert werden. Was sich für fahrende Verkehrsteilnehmer nicht so gut anhört, wird andere freuen: Es soll Raum für Außengastronomie, barrierefreien Fußverkehr und Grünflächen entstehen. Die Fläche vor dem Neubau soll insgesamt neun Meter breit werden.

Im Rathaus ist man davon überzeugt, dass verkehrstechnisch keine Nachteile entstehen werden. Wörtlich heißt es in einer Mitteilung: „Entsprechende Prüfungen haben ergeben, dass der Wegfall einer Fahrspur an dieser Stelle keinerlei Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der dortigen Verkehrsströme hat.“ Bis Ende des kommenden Sommers sollen die Arbeiten erledigt sein. Allerdings geht man schon davon aus, dass sich während der Arbeiten „Einschränkungen nicht vermeiden lassen“.

Die Kosten sind gestiegen

Mit den 1,4 Millionen Euro liegt die Stadt mehr als 300 000 Euro über dem ursprünglichen Plan. Das Geld soll an anderer Stelle eingespart werden, wo es zwar geplant, aber nicht ausgegeben wurde. Noch ohne Zusage ist ein Fördermittelantrag in Höhe von 500 000 Euro. Hier hofft die Stadt, dass das Geld im kommenden Jahr fließt.

Die Neuerungen vor dem Qbus sind nur der Auftakt für noch größere Veränderungen in der westlichen Innenstadt von Esslingen. Der Altstadtring, der lange Jahre über die Berliner Straße geführt wurde, soll sich weiter nach Westen verlagern, damit es rund um ES-Center, Qbus und Bahnhof fußgängerfreundlicher wird.

Schon lange wird über eine Umgestaltung des gesamten Altstadtrings diskutiert, der als nicht mehr zeitgemäß gilt. Angedacht sind unter anderem eine Einbahnstraßenregelung, ein Zwei-Richtungs-Radweg auf der Kiesstraße sowie eine Verlegung des westlichen Rings.

Neubau soll Mitte 2023 errichtet sein

Auf dem Gelände des alten Zentralen Omnibusbahnhofs entsteht ein Wohn- und Büroensemble, das neben 20 größeren Wohnungen und 130 Einzimmer-Appartements auch eine Mobilitätsstation, Gastronomie sowie einen REWE-Lebensmittelmarkt beherbergen soll. Die bundesweit agierende Nanz-Medico-Gruppe, die ihren Hauptsitz in Stuttgart hat, wird auf gut 2000 Quadratmetern auch in Esslingen eine Dependance eröffnen. Der Neubau auf dem städtebaulichen Filetstück soll im ersten Halbjahr 2023 fertig sein. Die Bauherrin ist die LBBW Immobilien-Gruppe.