Auch um Smartphones wird es beim Medienprojekt im Haus im Sommerrain gehen. Foto: dpa

Wer ist eigentlich dieser Google? Und wie bedient man so ein Smartphone? Diese Themen und noch viel mehr sind Gegenstand eines neuen Medienprojekts im Sommerrain, das Senioren und Schüler zusammenbringt.

Bad Cannstatt - Schneller, kleiner, leistungsfähiger: Technische Geräte verändern sich rasant und sind aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Für manche Senioren jedoch ist die Welt der neuen Medien unbekanntes Terrain. Im Haus im Sommerrain werden Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) ihnen diese jetzt jedoch näherbringen. „Vom Grammofon zum Download“ heißt das Projekt, das die beiden Sommerrainer Einrichtungen gemeinsam mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart starten.

„Wir wollen die Bandbreite der Medien zeigen und zwei Generationen zusammenbringen“, sagt die Medienpädagogin Katharina Przybilla von der Fachstelle Medien der Diözese. Immer dienstags werden sich Schüler und Senioren treffen, Start ist nach den Herbstferien. Das erste Treffen nach den Herbstferien steht im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens und des Austauschs, danach nehmen die Teilnehmer des Projekts in kleinen Gruppen verschiedene Medien unter die Lupe. Einen Nachmittag lang wird es vor allem um Smartphones und Tablets gehen, an einem anderen tauchen die Schüler und die Senioren in die Welt der Computerspiele ein. Aber auch Radio, Buch und Fernsehen werden eine Rolle spielen.

Kontakte zwischen zwei Generationen knüpfen

„Ziel ist es auch, eine Ausstellung zu planen und unsere Ergebnisse zu präsentieren“, sagt Przybilla. Dies könnten zum Beispiel kleine Interviews, eine Fotostory oder sogar ein kleiner Film sein, den die Schüler zusammen mit den Senioren erarbeiten.

„Ich freue mich auf den Kontakt mit älteren Menschen“, sagt Julia Tomsic. Die Zehntklässlerin hat selbst keine Großeltern und sich unter anderem deshalb für das freiwillige Engagement gemeldet. Nicht zuletzt möchte sie den Senioren aber auch zeigen, dass Jugendliche nicht nur cool und abgeklärt sind und ständig auf ihr Smartphone starren.

Die Senioren freuten sich ohnehin immer über Kontakt zu jungen Menschen, sagt Sylvia Anwender, die im Seniorenzentrum Haus im Sommerrain das Quartiersmanagement koordiniert. Sie freut sich, dass an dem Medienprojekt viele Männer interessiert sind, während viele andere Freizeitangebote doch vor allem Frauen ansprächen. Während sich bereits rund zehn Senioren zusammengefunden haben, die mehr über die neuen Medien lernen wollen, muss Winfried Maier, Lehrer am AMG, die Werbetrommel noch ein wenig rühren: Bisher haben sich nur etwa eine Handvoll Schüler für das freiwillige Projekt gemeldet. Start sei aber definitiv nach den Herbstferien, auch wenn sich nicht ganz so viele Schüler wie Senioren finden, sagen die Verantwortlichen.

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