Gerhard Schindler muss seinen Chefposten beim BND aufgeben. Foto: dpa

Laut Medienberichten muss der BND-Chef Gerhard Schindler überraschend seinen Posten räumen. Sein Nachfolger steht offenbar auch schon fest.

Berlin - Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, soll nach Medieninformationen abgelöst werden. Sein Nachfolger an der Spitze des Auslandsgeheimdienstes werde Bruno Kahl, ein Vertrauter von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), berichteten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR am Dienstagabend. Eine offizielle Bestätigung gibt es bisher nicht. Das Kanzleramt solle den Wechsel an der Spitze des deutschen Auslandsnachrichtendienstes BND forciert haben, hieß es in den Berichten.

Schindler war vor etwa einem Jahr unter Druck geraten, als publik geworden war, dass der BND in seiner Abhörstation in Bad Aibling Suchbegriffe des US-Nachrichtendienstes NSA eingesetzt hatte, mit denen europäische Verbündete ausspioniert wurden. Zudem hat den Berichten zufolge der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages gezeigt, dass einige Referate im BND ein Eigenleben geführt haben sollen. Es sei zu Mängeln bei Kontrolle und Aufsicht gekommen.

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