Ein Rhesus-Affe mit einem Implantat wird im Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen von einem Tierpfleger gefüttert (Archivbild März 2016). Foto: dpa

Nach der Kritik von Tierschützern laufen Versuche mit Affen im Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen voraussichtlich im April aus.

Tübingen - Nach derKritik von Tierschützernlaufen Versuche mit Affen im Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik (MPIBK) in Tübingen voraussichtlich im April aus. Das Regierungspräsidium Tübingen hat die Versuche genehmigt und geht davon aus, dass das Institut den Zeitplan einhält.

Derzeit wird nach Angaben der Behörde noch mit zwei Affen geforscht. Maximal neun weitere Affen befänden sich in der Tierhaltung des Instituts. „Die fünf bereits im Rahmen von Versuchsvorhaben genutzten Tiere wird das MPIBK in wissenschaftliche Einrichtungen im europäischen Ausland verbringen“, teilte die Behörde mit. Was mit den vier anderen Affen geschieht, ist unklar.

Das Institut teilte auf Anfrage lediglich mich, dass eine nächste Mitteilung an die Presse erst nach Ende der Versuche erfolgt. Der Direktor der entsprechenden Abteilung am MPIBK, Nikos Logothetis, will einer früheren Mitteilung zufolge zukünftig ausschließlich an Nagetieren forschen. Bei der Staatsanwaltschaft Tübingen läuft ein Verfahren gegen Mitarbeiter des MPI Tübingen, die des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verdächtigt werden. Ein Verfahrensabschluss sei aber noch nicht abzusehen.

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