Max Herre beim Auftritt in Stuttgart Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Max Herre ist am Samstag beim Stuttgarter Konzertsommer am Mercedes-Benz-Museum aufgetreten. Vor ihm rappten der 13 Jahre jüngere Tua und der 26 Jahre jüngere Majan.

Stuttgart - „Bock auf ein bisschen leichter Antanz vor Max Herre?“, sagt er, Tua, Rapper aus Reutlingen, Mitglied der Orsons, 13 Jahre jünger als Herre, fast von einer anderen Generation also. Tua spielt den Support für Max Herre am dritten Abend des Konzertsommers am Mercedes-Museums. Vor ihm auf der Bühne war Majan aus Schorndorf, nochmals 13 Jahre jünger. Einen Dreierschritt zurück in die Vergangenheit bringt dieser Abend also, hin fast zu den Ursprüngen des Hip-Hop in der Region. Was sie verbindet, den skurrilen, ein wenig melancholischen Majan, den kühlen Tuan und Max Herre, den musikalischen Weltenbummler? Herre wird es später singen, ein klares Bekenntnis: „Du wirst nie ’n guter Rapper, wenn du den Soul nicht liebst.“

Max Herre eröffnet mit „Athen“

Max Herre bereitet die Veröffentlichung eines neuen Albums vor. „Athen“ wird es heißen, das Titelstück eröffnet sein Konzert, noch mehr neue Titel werden folgen. „Ihr seid das erste große Publikum, für das wir diese Sachen spielen“, sagt er und ist froh, dass es an diesem Ort geschieht – „Zuhause.“ Max Herre kommt in Khakijacke auf die Bühne und seine Musik scheint aus der Wüste zu kommen, ganz zu Beginn: Gitarren wie von Pink Floyd malen Bilder in die heiße Luft. Aber Max Herre kreuzt in seinem Konzert auch durch die eigene Biografie, holt viele Lieder aus der Vergangenheit. Die strahlende Joy Denalane kommt zu ihm auf die Bühne, Afrob rappt mit ihm, sie feiern das 20. Jubiläum von „Esperanto“, dem Erfolgsalbum von Freundeskreis. Und auch wenn es in Stuttgart dankbar noch nicht regnet: Max Herre hat Anna nicht vergessen, singt für 4200 Fans schließlich auch von ihr.

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