Kaum ist das Wetter schön, strömen die Besucher an den Max-Eyth-See: Weil die meisten mit dem Auto kommen, musste die Polizei schon abschleppen lassen. Auch die Regeln fürs Grillen am See werden oft missachtet.
Das warme Wetter lockt die Menschen wieder nach draußen, vor allem auch an den Max-Eyth-See in Hofen – und das wieder in Massen. „Es war wieder ein schlechter Einstieg in die Saison“, sagt der Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann.
An den ersten beiden vergangenen sonnigen Wochenenden sei der Parkplatz schon um 12 Uhr voll gewesen. Besucher, die mit dem Auto gekommen waren, parkten unerlaubt. Der See sei ein Naherholungsgebiet und daher ein beliebtes Besucherziel – aber nicht auf solche Menschenmassen eingerichtet, sagt Bohlmann.
Die Polizei war im Einsatz, Autos wurden abgeschleppt. Es sei zu nahe an den Büschen gegrillt worden, außerdem in Bereichen, in denen Grillen nicht erlaubt ist. Bohlmann will nun mit Ämtern der Stadtverwaltung sprechen und schauen, wie präventiv vorgegangen werden kann. Die Menschen, die vom Sicherheitsdienst auf die Regeln angesprochen werden, seien oft nicht einsichtig, es sei zu Pöbeleien gekommen.
Noch kein Verkehrskonzept umgesetzt
Die Stadt Stuttgart macht die Besucher auf die geltenden Regeln aufmerksam. Zudem fordert sie die Erholungssuchenden auf, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da die öffentlichen Stellplätze in Hofen meist belegt sind und in den angrenzenden Wohngebieten keine freien Plätze zu finden seien.
Der Gemeinderat hatte im März das Nutzungskonzept der Verwaltung für die Besucher des Sees unisono befürwortet. Ein neues Verkehrskonzept gibt es noch nicht und deshalb auch keine Bewirtschaftung der Parkplätze. Zudem lagert auf dem öffentlichen Parkplatz noch Erde von Baustellen, zum Beispiel aus der Bachhalde in Mühlhausen. Bezirksbeiräte kritisierten, dass dadurch Parkplätze wegfallen. Gefordert wird am See ein Parkraummanagement nach dem Vorbild der Egelseer Heide. Baubürgermeister Peter Pätzold hatte jedoch im März erklärt, dass dies seine Zeit brauche.
Grillen ist nur zwischen 12 und 20 Uhr erlaubt
Das Grillen ist nach wie vor ein Problem, wie sich zeigt. Es ist zwar erlaubt, allerdings nur von 12 bis 20 Uhr und auch nur auf den Liegewiesen bei der Stadtbahnhaltestelle Wagrainäcker. Dort sind spezielle Behälter für die Entsorgung der Grillkohle aufgestellt. Einweggrills sind nicht erlaubt, außerdem soll das Grillgerät einen Mindestabstand von 30 Zentimetern zum Boden haben. Des weiteren gilt die Maßgabe, Müll zu vermeiden und Mehrweggeschirr zu verwenden. Ab 22 Uhr gilt die Nachtruhe. Zur Einhaltung der Regeln ist neben dem städtischen Vollzugsdienst ein Sicherheitsdienst im Einsatz, der auf die Regeln hinweist.
In der Vergangenheit hatte es am See oft Ärger gegeben, weil gegrillt wurde, wegen brennender Flächen mit Feuerwehreinsätzen, wegen Müll und Lärm. Der Bezirksbeirat forderte ein generelles Grillverbot am See, der Gemeinderat folgte dem nicht.