Hat dieses Mal Kumpels mitgebracht: Mauli, der Grunbacher Maulwurf Foto: Stoppel

Mauli, der Maulwurf ist zurück: Auf dem Kreisverkehr in Grunbach hat sich das Remshaldener Maskottchen mit einer ganzen Truppe von pinkfarbenen Artgenossen niedergelassen. Der Vorgänger im Großformat durfte hingegen nicht aufgestellt werden, weil das Landratsamt um die Verkehrssicherheit fürchtete.

Remshalden - Er ist wieder da! Mauli, der Maulwurf, hat in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den Grunbacher Kreisverkehr zurückerobert. Dieses Mal tritt er im Miniaturformat auf: er bringt es nur auf eine Größe von knapp 15 Zentimetern – allerdings hat er gleich 99 Kumpels mitgebracht. In hundertfacher Ausführung bietet der magentafarbene Maulwurf aus Gips nun einen peppig-bunten Anblick zwischen den aufgrund der Trockenheit nicht mehr ganz so grünen Grashalmen auf dem Kreisverkehr.

„Bislang gab es nur positive Reaktionen“, sagt Peter Schuster. Er ist einer der Maulwurf-Fürsprecher in der Gemeinde Remshalden, hat anfangs betont, er habe mit der lilafarbenen Invasion des Kreisels nichts zu tun – und inzwischen eingeräumt, dass er die Maulwurftruppe gemeinsam mit Frank Winger auf dem Kreisel platziert hat. Letzterer hat die vielen Maulis eigenhändig aus Gips gegossen.

Aufgrund der geringen Größe der Buddeltiere sei ja wohl auch ausgeschlossen, dass ein Verkehrsteilnehmer beim Zusammenstoß mit diesen zu Schaden kommen könnte, sagt Schuster.

Vorgänger als Verkehrshindernis verbannt

Er spielt damit auf die Vorgeschichte des Grunbacher Kreisverkehrs an. Auf diesem – dem ersten Bauwerk dieser Art in Remshalden – war im Frühsommer 2017 plötzlich ein großer Maulwurf aus Pappmaschee aufgetaucht. Ein Hingucker und Hinweis darauf, dass so mancher Bürger die Gestaltung des Kreisverkehrs – damals ein schlichter Dreckhügel, umrahmt von etwas Wildwuchs – als etwas lieblos empfand. Doch Wind und Wetter setzten dem Pappmaschee-Maulwurf schwer zu – bald war der Kreisverkehr wieder verwaist. Angesprochen darauf hatte Remshaldens Bürgermeister Reinhard Molt sinngemäß verlauten lassen: sollte ihm jemand einen neuen Maulwurf bringen, so werde er diesem ein Plätzchen auf dem Kreisel verschaffen.

Daraufhin hatte sich ein gutes Dutzend Freiwillige daran gemacht, aus Styropor und Spachtelmasse einen neuen, etwa 1,50 Meter großen Maulwurf zu bauen. Der Wunsch, dass dieser den Erdhügel auf dem Kreisverkehr beziehen darf, hat sich allerdings nicht erfüllt: Das Landratsamt hatte im November vergangenen Jahres entschieden, dass der Maulwurf aus Sicherheitsgründen nicht auf dem Kreisverkehr kurz vor der Grunbacher Ortseinfahrt aufgestellt werden dürfe.

Nach einem ausgiebigen Winterschlaf im Betriebshof war Mauli dann im Frühjahr auf das Dach des Kinderhauses in Geradstetten gezogen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: