Matcha Japans seltener und hochwertiger Tee

Von Gebauer 

„Matcha“ gilt als der erste exquisite Tee der japanischen Teezeremonie: Beim Genuss können beim Matcha ungefähr 10-15 mal so viele Inhaltsstoffe aufgenommen werden.

Das Besondere an ihm ist, dass er in Schattenfeldern wächst. In Japan werden, zwei bis vier Wochen vor der Ernte, die Teefelder mit aufwendigen Netzten zugedeckt, sodass nur noch ca. 10% des Sonnenlichts durch kommt.

Dies hat zur Folge, dass sich in den Teeblättern sehr viel Chlorophyll bildet und die Blätter besonders grün werden. Sie sind dann außerdem sehr reichhaltig an Aminosäuren, Koffein und besonders intensiv im Geschmack. Die reifen Blätter werden anschließend von Hand geerntet, möglichst schnell gedämpft sowie anschließend schonend getrocknet. Um die Teepflanze zu schonen, wird dieser Tee nur einmal pro Jahr geerntet.

Die so entstandenen Tencha Blätter bestehen nur noch aus dem reinen Blattfleisch: Stängel, Äderchen, Teedust und was sonst nicht benötigt wird, wurde entfernt. Vom ursprünglichen Teeblatt ist dies ein ungefährer Anteil von 40-45%.

Der Tencha Tee wird anschließend in, von Hand hergestellten, Granit Steinmühlen gegeben. Diese Mühlen mahlen besonders schonend – aber auch Zeitintensiv. Für 30 g Matcha Tee benötigt eine Mühle ungefähr 60 min. Auch wenn die Zahl stetig wächst, sind es immer noch wenige Teebauern in Japan in der Lage Matcha Tee herzustellen. Dies ist auch ein Grund dafür, warum der Preis im Vergleich zu herkömmlichen Tee höher liegt.

Das Endprodukt „Matcha“ ist ein feines, hellgrünes, leuchtendes Pulver.

Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe

Beim Genuss von Matcha Tee nimmt der Körper den ganzen Tee auf – bei einem herkömmlichen Aufguss nur die wasserlöslichen Bestandteile. So können beim Matcha ungefähr 10-15 mal so viele Inhaltsstoffe aufgenommen werden. Die interessanten Bestandteile sind, neben Vitamine, Mineralien und Ballaststoffen, besonders:

  • Koffein - macht hellwach und konzentriert, aber nicht so unruhig wie Kaffee
  • Antioxidantien - wie zum Beispiel EGCG (Epigallocatechin Gallate). Dessen Anteil ist in Matcha-Tee um ganze 137 Mal höher als in üblichen Grüntees aus dem Beutel.
  • Aminosäuren - wie zum Beispiel L-Theanin, das beruhigend und ausgleichend wirkt

„Matcha“ gilt als der erste exquisite Tee der Teezeremonie: Hierfür rührt man in einer Keramikschale etwas Teepulver (1/2 Teelöffel) mit heißem Wasser (80°C) zu einer Paste, verdünnt diese und schlägt schließlich das fertige Getränk mit einem Bambusbesen schaumig.

Übrigens: je geschätzter der Gast, desto länger dauert diese Prozedur und umso dicker fällt dann der Schaum aus.