Urlauber, die in bestimmete Regionen Spaniens reisen wollen, sollten mit Einschränkungen rechnen Foto: davide bonaldo/ Shutterstock.com

Katalonien und Mallorca ziehen die Konsequenzen aus einem erneuten Anstieg der Corona-Infektionen: Künftig soll der Mund-Nasen-Schutz überall in der Öffentlichkeit vorgeschrieben sein. Das erwartet Urlauber.

Oben ohne in Katalonien ist vorerst nicht möglich. Die Region im Nordosten Spaniens reagiert auf einen rapiden Anstieg der Corona-Infektionen mit einer verschärften Maskenpflicht. Seit dem 9. Juli müssen Einheimische wie Besucher auch im Freien einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Kurze Zeit später zieht auch Mallorca nach und stimmt Inselbewohner wie Touristen auf eine verschärfte Maskenpflicht ein. Was bedeutet das für Urlauber, die in katalanische Städte wie etwa Barcelona reisen wollen? Was müssen Mallorca-Touristen beachten?

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Schlendern an den Ramblas oder Sonnen am Strand von Barcelona - soll das alles nur noch mit Maske möglich sein? Die Mitteilung von Gesundheitsministerin Alba Vergès (41) dürfte bei vielen Urlaubern für Schnappatmung gesorgt haben: "Die allgemeine Regel lautet nun: Jeder verlässt seine Wohnung mit Maske. Egal, ob es zum Strand geht oder zur Arbeit oder zu einem Spaziergang", verkündete sie am Mittwoch (8. Juli) auf einer Pressekonferenz. Auf Nachfrage ruderte die Ministerin allerdings etwas zurück und erklärte: "Wenn die Aktivität das Masken-Tragen nicht zulässt, darf man sie absetzen, aber mit Vorsicht."

Konkret bedeutet das, dass zwar auf dem Weg zum Strand eine Maske getragen werden muss, am Strand selbst "oben ohne" aber möglich ist. Ob Katalanen und Besucher der Region zum Beispiel auch in Cafés und Restaurants Maske tragen müssen, wurde noch nicht konkret mitgeteilt. Die verschärfte Maskenregelung gilt bis auf Weiteres und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn bei Verstoß gegen die neuen Auflagen droht ein Bußgeld von bis zu 100 Euro.

Sagrada Família lässt nur bestimmte Besucher ein

Übrigens: Wer das Wahrzeichen von Barcelona besichtigen möchte, muss noch etwas warten. Nachdem die Sagrada Família 114 Tage ihre Pforten geschlossen hatte, durften vor wenigen Tagen wieder erste Besucher die Basilika von Antonio Gaudí betreten. 12.000 Freikarten gingen zunächst an Mitarbeiter des Gesundheitswesens und deren Angehörige, die man damit für ihren Einsatz in der Corona-Pandemie ehren wollte. In einem zweiten Schritt sollen die Einwohner Barcelonas wieder Zutritt zu dem noch immer im Bau befindlichen Wahrzeichen der Stadt erhalten, wie die hiesige Zeitung "El Periodico" berichtet. Wann die Basilika wieder für Touristen zugänglich sein wird, stehe noch nicht endgültig fest.

Maske auf Mallorca: Straße ja, Strand nein!

Auch auf der bei den Deutschen beliebten Balearen-Insel Mallorca gilt in Sachen Maske: Straße ja, Strand nein! Wie die "Mallorca Zeitung" schreibt, orientiere sich die Balearen-Regierung am katalanischen Vorbild. Es wird erwartet, dass Strandgänger auf den Balearen keine Maske tragen müssen. Auch Sporttreibende seien von der Maskenpflicht befreit. Die Maskenpflicht gilt auch für die Freiterrassen der Straßencafés, Bars und Restaurants. Noch in dieser Woche soll demnach ein Gesetz dazu erlassen werden. Wer die Maskenpflicht missachtet, muss auch hier mit einer Geldstrafe von 100 Euro rechnen. Im Augenblick müssen Masken spanienweit in öffentlichen Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Für draußen gilt das auf Straßen, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

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