Gemeinsames Singen zu Weihnachten gehört für viele Familien dazu. Foto: Stockbusters / Shutterstock.com

Dieses Weihnachten wird anders werden. Auch manche Rituale müssen angepasst werden. Doch wie steht es ums Singen im Familienkreis? Wird das obligatorische "Stille Nacht" unterm Weihnachtsbaum zur Gefahr?

Weihnachten mitten in der Corona-Pandemie wird für die allermeisten Familien zur besonderen Herausforderung: Neben Kontaktbeschränkungen müssen auch andere Regeln während des Fests eingehalten werden. Doch kann dann zumindest Heiligabend in völliger Normalität zelebriert werden? Abzuraten davon ist zumindest denjenigen Familien, in denen das gemeinsame Singen vor dem Weihnachtsbaum zum Ritual gehört - zumindest dann, wenn sich mehrere Hausstände versammelt haben.

Der Hintergrund ist ein überdurchschnittlich hoher Aerosol-Ausstoß während des Singens, das eine Übertragung des Virus erleichtert. Der Musik-Mediziner Professor Eckart Altenmüller erklärte dem Evangelischen Pressedienst, dass zumindest deutlich Abstand zueinander gehalten und gelüftet werden müsse. Auch das Tragen einer Maske sei Altenmüller zufolge sinnvoll. FFP2-Masken würden bis zu 95 Prozent der Aerosole zurückhalten, Alltagsmasken immerhin noch bis zu 90 Prozent.

Noch besser ist jedoch in jeglicher Hinsicht entweder ganz auf das Singen zu verzichten, oder das "Stille Nacht"-Ständchen vielleicht einfach im kleinen Familienkreis nach draußen zu verlagern. Während Gottesdiensten soll im Übrigen auch an Weihnachten auf das gemeinsame Singen grundsätzlich verzichtet werden. Auch Chöre werden in den Kirchen nicht zu hören sein.