Viele forden: Gegen Masern impfen lassen muss Pflicht werden. Foto: dpa

Nach dem Tod eines Kindes in Berlin, das nicht gegen Masern geimpft war, hat sich der Präsident der Berliner Ärztekammer für eine Impfpflicht ausgesprochen.

Berlin - Der Präsident der Berliner Ärztekammer, Günther Jonitz, hat sich für eine Impfpflicht gegen Masern ausgesprochen. Gerade für Kinder könne die Krankheit tödlich sein, sagte Jonitz am Dienstag im Inforadio des RBB. Eine Impfung habe praktisch keine Risiken oder Nebenwirkungen. Die Krankenkassen müssten die Kosten der Impfung auch für vor 1970 Geborene übernehmen, forderte Jonitz. Bisher geschieht das nur für nach 1970 Geborene. In Berlin grassiert zurzeit die schlimmste Masern-Welle seit Einführung der Meldepflicht. Am Montag war bekanntgeworden, dass ein an Masern erkrankter anderthalbjähriger Junge gestorben ist.

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