Laser von Trumpf beim Blechschneiden Foto: dpa

Der Ditzinger Weltmarktführer für Industrielaser Trumpf setzt seine Investitionsoffensive fort. Im Schwarzwald wird die Forschung und Produktion für 30 Millionen Euro ausgebaut.

Schramberg - Der Ditzinger Werkzeugmaschinenbauer Trumpf steckt weitere Millionen in die Fortentwicklung von Laser-Schneidwerkzeugen. Nach Unternehmensangaben vom Mittwoch investiert das Unternehmen rund 30 Millionen Euro in neue Entwicklungs- und Produktions­kapazitäten in Schramberg im Schwarzwald. Durch einen 12 000 Quadratmeter großen Neubau verdoppelten sich die ­Produktionsflächen am Standort, teilte Trumpf mit. Ende 2017 soll der Betrieb aufgenommen werden. Der Trend zu Lasern in der ­industriellen Fertigung, etwa für die ­Autoindustrie, sei „ungebrochen“, sagte Trumpf-Vizechef Peter Leibinger. Je nach „konjunktureller Entwicklung“ gehe man vom Aufbau neuer Arbeitsplätze am Standort aus. Neben klassischen Maschinen zur Blechbearbeitung wie Pressen oder Fräsen setzt Trumpf seit Jahren besonders auf Laser, um Metallteile in Form zu bringen. Aktuell rüstet das Unternehmen rund 60 Prozent seiner Schneide-Werkzeugmaschinen mit Lasern aus. In dem Bereich sieht man sich als Weltmarktführer.

Bereits im Juni 2015 machte Trumpf den Weg für eine 70-Millionen-Euro-Investition in neue Lasertechnologien frei. Am Stammsitz in Ditzingen sollen künftig rund 270 Arbeitsplätze durch Erforschung und Fertigung sogenannter Ultrakurzpulslaser entstehen. Trumpf will sich mit der neuen Laserproduktion als Zulieferer anderer Maschinenbauer positionieren, die traditionell für die Chipindustrie fertigen, etwa Canon oder Nikon. Weltmarktführer in diesem Markt ist die niederländische Firma ASML, zu der auch das Oberko­chener Hightechunternehmen Carl Zeiss gute Beziehungen unterhält. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Trumpf mit knapp 11 000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2,7 Milliarden Euro.

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