Markus Söder selbst war bis April noch Mitglied der evangelischen Landessynode in Bayern. Foto: dpa

Ab dem 1. Juni soll in allen staatlichen Behörden Bayerns ein Kreuz hängen, wie Ministerpräsident Markus Söder verkündete. Im Netz sorgt dieser Plan für viel Kritik und einige witzige Reaktionen.

Stuttgart - Am Dienstag verkündete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Änderung der allgemeinen Geschäftsordnung für die Behörden im Freistaat. Was auf den ersten Blick nach administrativer Feinjustierung aussieht, sorgte deutschlandweit für ein breites Echo in den Medien. Denn: Ab dem 1. Juni soll in jeder staatlichen Behörde in Bayern ein Kreuz hängen.

Auf Twitter postete Söder ein Bild, auf dem er selbst ein Kruzifix in der Hand hält und ließ seine Follower wissen: „Habe direkt nach der Sitzung ein Kreuz im Eingangsbereich der Staatskanzlei aufgehängt.“

Kritiker warfen dem neuen Ministerpräsidenten Symbolpolitik und eine Verletzung der religiös-weltanschaulichen Neutralität des Staates vor. Beim Kurznachrichtendienst Twitter wurde der Beschluss scharf kritisiert. Außerdem reagierten viele User mit Humor und nahmen das veröffentlichte Bild Söders als Vorlage für witzige Fotomontagen.

Manch einer vergleicht den Freistaat gar mit dem Kalifat des Islamischen Staats (IS).

Dieser User greift den Machtkampf zwischen Söders Vorgänger und aktuellem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf.

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