Die Baustelle am oberen Ende des Sindelfinger Marktplatzes, die wegen der Sperrung der Böblinger Straße bei den ansässigen Händlern für Unmut sorgt, wird nicht pünktlich fertig.
Die Arbeiten an der Einmündung Rathausplatz/Böblinger Straße am oberen Ende des Marktplatzes in Sindelfingen verzögern sich weiter, das berichtet die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Das Ziel, diese Kreuzung noch im Dezember wieder freizugeben, bleibe aber bestehen. Die Bauarbeiten sind Teil der Sanierung der Tiefgarage unter dem Marktplatz.
„Auf der Baustelle wird mit hoher Intensität gearbeitet“, heißt es in dem Schreiben weiter. Mehrere Gewerke und zwei Kolonnen seien parallel im Einsatz, um den Baufortschritt bestmöglich zu beschleunigen.
Stadt Sindelfingen entschuldigt sich für Einschränkungen
Für ein zügiges Ende der Bauarbeiten würden alle verfügbaren Zeitfenster und technischen Möglichkeiten ausgeschöpft, versichert das Rathaus. Dazu komme beim Bau der angrenzenden Straßenräume neben der Fahrbahndecke ein provisorischer Aufbau zum Einsatz, der einen zügigeren Abschluss der Arbeiten ermöglichen soll. Parallel dazu liefen weiterhin die Maßnahmen zur Sicherstellung der Erreichbarkeit der Innenstadt sowie zur Unterstützung von Handel und Gastronomie.
Die Stadt ist sich der Belastungen bewusst, die durch die erneute Verzögerung entstehen, heißt es in der Mitteilung. Sie bittet um Verständnis und entschuldigt sich für die entstandenen Belastungen.
Erst Ende November hatten sich ansässige Händler verärgert über die Sperrung dieses für den Verkehr in der Innenstadt wichtigen Knotenpunkts gezeigt. Die Baustelle ruiniere ihnen das Weihnachtsgeschäft. „Wir haben deutlich weniger Kunden“, sagte der Juwelier Oliver Britsch beispielsweise. „Die Leute wissen ja gar nicht, wie sie uns erreichen können. Und Laufkundschaft gibt es wegen der Baustelle momentan gar nicht.“ Er fürchtet, die Innenstadt könne ausbluten, was durch Dauerbaustellen noch beschleunigt werden könne.