Marilyn Manson weist alle Vorwürfe gegen sich zurück. Foto: dpa/Richard Shotwell

Mehrere Frauen werfen Marilyn Manson Übergriffe vor. Der Musiker streitet Fehlverhalten ab, doch sein Label reagiert hart.

Beverly Hills - Der US-Sänger Marilyn Manson (52) hat Missbrauchsvorwürfe von Schauspielerin Evan Rachel Wood und mehreren anderen Frauen zurückgewiesen. Seine Kunst und sein Leben seien schon lange „Magnete für Kontroversen“, aber die jüngsten Behauptungen über ihn seien „schreckliche Verfälschungen der Realität“, schrieb der Musiker am Montagabend (Ortszeit) auf Instagram. Seine intimen Beziehungen mit gleichgesinnten Partnerinnen seien immer einvernehmlich gewesen. Dies sei die Wahrheit, egal wie andere nun die Vergangenheit verzerren würden, führte Manson weiter aus.

Der Sänger reagierte damit auf ein Instagram-Posting von Wood (33), in dem die Schauspielerin („Westworld“, „Kajillionaire“) ihrem Ex-Freund jahrelangen „grauenhaften“ Missbrauch vorgeworfen hatte. Dies habe angefangen, als sie ein Teenager war. Manson habe sie manipuliert und unterdrückt. Sie wolle nicht länger in Angst vor Rache, Verleumdung oder Erpressung leben, sondern nun diesen „gefährlichen“ Mann entlarven, schrieb Wood am Montag.

Plattenfirma trennt sich

Weitere Frauen, darunter die Models Sarah McNeilly and Ashley Lindsay Morgan, meldeten sich ebenfalls auf Instagram mit Vorwürfen gegen Manson zu Wort.

Mansons Plattenlabel hat sich daraufhin umgehend von dem Schockrocker getrennt. „Angesichts der verstörenden Vorwürfe von Evan Rachel Wood und anderen Frauen heute, die Marilyn Manson als Missbrauchstäter bezeichnen, stellt Loma Vista mit sofortiger Wirkung die Werbung für sein jetziges Album ein“, teilte das US-Label am Montag auf Twitter mit. Die Firma werde auch zukünftig nicht mehr mit Manson arbeiten, hieß es weiter. Loma Vista Recordings hatte im Herbst das Manson-Album „We Are Chaos“ herausbracht.

Schocks und Provokation

Die Beziehung der damals 19-jährigen Wood mit dem doppelt so alten Rocker wurde 2007 bekannt. Nach mehreren Unterbrechungen verlobte sich das Paar 2010, trennte sich aber wenig später. Wood hat in den vergangenen Jahren mehrfach über Missbrauchserfahrungen gesprochen, ohne aber Namen zu nennen. 2018 machte sich die Schauspielerin vor einem Ausschuss des US-Kongresses für die Rechte von Opfern sexueller Gewalt stark.

Manson, der mit bürgerlichem Namen Brian Hugh Warner heißt, setzt inseinen Auftrittenauf Schockeffekte und Provokation. Er kleidet sich im sogenannten Gothic-Look und mischt in seine Bühnenshow Elemente von Satanskulten. Seinen Künstlernamen setzte er aus dem Vornamen der Hollywood-Legende Marilyn Monroe und dem Nachnamen des Serienmörders Charles Manson zusammen.

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