Beim Marienplatzfest wird oft kritisiert, dass die Musik zu laut ist. Foto: Nina Ayerle

Zum vierten Mal darf vom 2. bis 5. Juli das Marienplatzfest stattfinden. Immer wieder stand das viertägige Stadtteilfest von Reiner Bocka und Michael Benz beim Bezirksbeirat und einigen wenigen Anwohnern in der Kritik – zu laut, zu viele Menschen, der Platz danach nicht sauber genug.

S-Süd - Der erste Antrag der Organisatoren des Marienplatzfestes stieß beim Bezirksbeirat Süd auf keine große Begeisterung. Das Gremium lehnte den Wunsch der Veranstalter Michael Benz und Reiner Bocka, bis 1 Uhr feiern zu dürfen, deshalb ab. Letztlich einigten sich die Lokalpolitiker auf eine Genehmigung am Freitag und am Samstag. Am Donnerstag und am Sonntag wiederum muss das Fest um 24 Uhr enden.

Im letzten Jahr verließen die Besucher den Platz nicht

Immer wieder stand das Marienplatzfest in den vergangenen Jahren in dem lokalpolitischen Gremium in der Kritik. Zwar befürworten viele das Engagement von Bocka und Benz sowie die Veranstaltung. Zahlreiche Anwohner beschwerten sich jedoch jedes Jahr über den Lärm, in den ersten beiden Jahren war der Platz nach dem Festival nicht sauber geräumt. Die Veranstalter haben darauf reagiert und ihr Konzept geändert. Die DJs spielten ruhigere Klänge, der Platz war montags sauber – allerdings mussten die Veranstalter auch vorab eine Kaution in Höhe von 2500 Euro bezahlen. Im vergangenen Jahr lief alles reibungsloser, manche Anwohner waren aber immer noch nicht zufrieden. Vor allem am Freitagabend kam es zu Problemen, weil nach dem Ende der Ausschankzeit die Besucher den Platz nicht verließen und sich bis in die frühen Morgenstunden auf der Tübinger Straße aufhielten. „Es liegt leider nicht ganz in unserer Hand, wo die Menschen danach hingehen“, argumentierte Benz. Sein Lösungsvorschlag: Eine After-Show-Party in der Innenstadt mit Freigetränken bis 24 Uhr könnte Abhilfe schaffen. „Damit haben wir einen Anreiz, dass die Leute rechtzeitig gehen“, so Benz. Zustimmung bekamen Benz und Bocka letztlich nur von der Hälfte des Bezirksbeirats. Fünf stimmten gegen den Antrag, drei enthielten sich.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: