Maria Furtwänlger als Charlotte Lindholm im "Tatort: National feminin" Foto: NDR/Frizzi Kurkhaus

Der "Tatort" mit Maria Furtwängler alias Charlotte Lindholm aus Göttingen stand ganz im Zeichen aller Frauen. Deswegen widmet die Schauspielerin "National feminin" auch allen ihren Geschlechtsgenossinnen.

"Dieser Film gehört den Frauen." Mit diesem starken Satz widmet Hauptdarstellerin Maria Furtwängler (53) ihren neuesten "Tatort: National feminin" allen ihren Geschlechtsgenossinnen. Für sie sei dieser Film ein schönes Beispiel für einen diversen Frauenfilm: "Wir haben die jungen Frauen und ältere Frauen, die gleichberechtigt nebeneinanderstehen." Furtwängler findet dabei vor allem schön, dass sich alle "weiblichen Figuren einer eindeutigen Zuschreibung entziehen", sagte sie im Interview vor der Erstausstrahlung.

Hier gibt es die ersten "Tatort"-Folgen mit Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm

Sophie Behrens wirke wie eine harte Karrieristin, sei aber auch gebrochen und menschlich. Marie Jäger komme wie ein ganz unschuldiges Mädchen daher, verbreite aber rassistisches Gedankengut: "Aber alle Figuren drehen sich im Laufe des Films." Sie seien nicht eindeutig gut oder schlecht, sondern "spannende, ambivalente Frauenfiguren jenseits von holzschnittartiger Charakterisierung". Das gilt natürlich auch für ihre eigene Rolle der Kommissarin Charlotte Lindholm.

Lindholm trage eine tiefe Verunsicherung vor allem deswegen ins sich, weil es für Frauen im Gegensatz zu Männern auch heute immer noch schwerer sei Familie- und Berufsleben zu verbinden. Es sei ein Trick der Rechten, diese Tatsache als Argument zu nutzen. Allerdings sei es gut, dass die Frauen heute das Recht hätten, alles zu tun. "Das Problem ist doch, dass die Männer sich nach wie vor nicht gleichermaßen einbringen in den Haushalt und die Kinderbetreuung", sagt Furtwängler.

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