Hermann Schick hat sich lange in der Stadt engagiert. Foto: Archiv (Lorenz Obleser)

Der Marbacher Historiker und Träger der Bürgermedaille ist am Dienstag, 11. Juni, im Alter von 94 Jahren gestorben.

Er war bis ins hohe Alter umtriebig, konnte jederzeit noch Details zur Marbacher Ortsgeschichte aus seinem unerschöpflich scheinenden Gedächtnis kramen. Nun ist Hermann Schick tot. Der Historiker und frühere stellvertretende Leiter des Friedrich-Schiller-Gymnasiums (FSG) ist am Dienstag, 11. Juni, mit 94  Jahren gestorben.

Schick war am 1. März 1930 in Sontheim/Albuch zur Welt gekommen, studierte Germanistik, Anglistik, Geschichte und Volkskunde, war dann an verschiedenen Schulen tätig, ehe er 1967 als Konrektor ans damalige Progymnasium in Marbach wechselte. Am späteren FSG war er bis 1993 stellvertretender Leiter.

Politische Heimat bei der SPD

Einen Namen hat sich Schick aber im Ort auch dadurch gemacht, dass er den zweiten Band zur Geschichte der Stadt Marbach geschrieben hat, noch heute ein Standardwerk. Er war darüber hinaus politisch aktiv, wurde 1971 erstmals in den Gemeinderat gewählt. 1975 übernahm er das Amt des Fraktionsvorsitzenden bei der SPD. Dem Gremium gehörte er bis 1994 an. Just in jenem Jahr erhielt er auch die Bürgermedaille. Eine der höchsten Auszeichnungen, die die Stadt Marbach zu vergeben hat. Seine politische Karriere war damit aber nicht beendet. Von 1994 bis 1999 engagierte er sich noch im Ludwigsburger Kreistag.

„Mit Herrn Dr. Schick verliert die Stadt Marbach einen ihrer Aktivbürger, der sich über viele Jahrzehnte bis ins hohe Alter in vielen Bereichen der Stadt eingesetzt und sein Wissen eingebracht hat“, erklärt Bürgermeister Jan Trost.