Spurensuche im Deutschen Literaturarchiv Donnerstag 23.4.2026, 19:00 Uhr, Literaturmuseum der Moderne, Leibinger-Auditorium
Zeitkapsel 65 mit Elisabeth Edl, Wolfgang Matz und Nikola Herweg
In den Schatzkammern des Deutschen Literaturarchivs auf der Marbacher Schillerhöhe liegen zahlreiche Schriftstücke in französischer Sprache. In den Nachlässen frankophiler deutscher Autorinnen und Autoren, in Beständen von Besatzern wie Exilant/-innen, in Übersetzer/-innen- und Verlagsarchiven findet sich mitunter Überraschendes: Korrespondenzen großer französischer Schriftstellerinnen von Colette bis Marguerite Yourcenar, ein besonderes Widmungsexemplar von Marcel Proust, ein betrunkener Brief des jungen Schweizer Malers Andreas Walser an Jean Cocteau, Rainer Maria Rilkes Übersetzungen der Sonette Louise Labés, Texte, die Celan als Übersetzer wie Übersetzten sichtbar machen, Fotos aus dem (Kriegs-)Alltag des legendären Verlags Gallimard, ein berührender Brief aus dem besetzten Prag ans Kind im britischen Exil, Zeugnisse der Kollaboration wie des Widerstands im Zweiten Weltkrieg ...
Über solche Archivfunde und ihre unterschiedlichen Wege ins Deutsche Literaturarchiv spricht Nikola Herweg (DLA) mit zwei profunden Kennern der französischen Literatur und Verlagsszene, der vielfach ausgezeichneten Übersetzerin Elisabeth Edl und dem Literaturwissenschaftler und ehemaligen Hanser-Lektor Wolfgang Matz.
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