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Zeichen der Solidarität am Internationalen ME/CFS-Tag

Die Stadt Marbach am Neckar beteiligt sich am 12. Mai am Internationalen ME/CFS-Tag und setzt ein sichtbares Zeichen für Menschen, die an Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) erkrankt sind. Im Rahmen der weltweiten Aktion „LightUpTheNight4ME“ wird in der Nacht vom 12. Mai das Rathausfoyer in blauem Licht leuchten.

Mit diesem symbolischen Akt möchte die Stadt Marbach auf eine schlimme und oft unsichtbare Erkrankung aufmerksam machen, die das Leben der Betroffenen massiv einschränkt. ME/CFS ist eine schwere Multisystemerkrankung, die nach Infektionen – unter anderem auch nach COVID-19 – auftritt. Sie ist gekennzeichnet durch eine extreme körperliche und geistige Erschöpfung, die sich auch durch Ruhe nicht bessert. Nach minimaler körperlicher oder geistiger Anstrengung tritt häufig eine akute Zustandsverschlechterung ein, die mit Schmerzen und vielen weiteren Symptomen verbunden ist.

In Deutschland sind Schätzungen zufolge über 600.000 Menschen von der Diagnose betroffen. Viele Erkrankte sind in ihrem Alltag stark eingeschränkt, häufig schul- bzw. arbeitsunfähig und auf Hilfe angewiesen oder gar bettlägerig. Trotz der hohen Zahl an Betroffenen ist die Krankheit bislang wenig er-forscht und derzeit nicht heilbar.

„Mit der Teilnahme an dieser Aktion möchten wir unsere Solidarität mit den in Marbach betroffenen Familien zum Ausdruck bringen“, erklärt Bürgermeister Jan Trost. „Gleichzeitig ist es uns ein wichtiges Anliegen, die Öffentlichkeit für das Krankheitsbild ME/CFS zu sensibilisieren.“ Jeder könne jederzeit selbst in eine solche Situation geraten, betont der Bürgermeister. Umso wichtiger sei es, füreinander da zu sein.

Die Farbe Blau steht im Rahmen der Aktion symbolisch dafür, das Unsichtbare sichtbar zu machen – ein zentrales Anliegen vieler Betroffener, deren Krank-heit im Alltag oft nicht erkannt oder unterschätzt wird.

 

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