Seit 69 Jahren war der Mond der Erde nicht mehr so nah. Am Marbacher Galgen haben allerdings Wolken längere Zeit eine freie Sicht verhindert.
Marbach - Fotograf Karsten Schmalz hat sich gefreut, als er nach seinem letzten termin am Montagabend in Backnang ins Auto gestiegen ist. „Der Himmel war gegen 20.30 Uhr wolkenfrei“, erzählt er. Auf der Fahrt nach Marbach wendete sich allerdings das Blatt. „Als ich auf dem Galgen angekommen bin, gab es eine geschlossene Wolkendecke.“ Doch wäre Karsten Schmalz kein Fotograf, wenn er sich davon abhalten ließe. Also hat er alles aufgebaut, um im Fall der Fälle bereit zum Abdrücken zu sein. Und in der Tat ist zwischen 21 Uhr und 22.30 Uhr der Himmel immer mal wieder aufgeklart. „Am Ende blieben mir zehn Minuten freie Sicht auf den Supermond“, erzählt der Fotograf. Mit dem Teleobjektiv hat er das Schauspiel eingefangen. Die Zeit, mit einem weitwinkligeren Objektiv Ansichten der Schillerstadt mit dem Supermond in einem Motiv zu vereinen blieb allerdings nicht.
Doch kein Grund sich aufzuregen. Nachdem die Menschheit rund 69 Jahre darauf warten musste, dass der Mond so nah zur Erde steht, wiederholt sich das Schauspiel ja bereits in vier Jahren. Dann werden Fotografen wie Karsten Schmalz wieder Position beziehen – und erneut ihr Glück versuchen.
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