Vier große Grundstücke hat die Stadt noch an Investoren auf dem Filder-Airport-Areal zu vergeben Foto: Mende/Stadt Filderstadt

Mit dem Ersten Spatenstich für einen Neubau der Manz Familienstiftung am 10. März verspricht sich die Stadt Filderstadt eine Initialzündung für neue Investoren ihrem Premium-Gewerbegebiet, dem Filder-Airport-Areal. In dem Neubau sollen 2018 zwischen 200 und 250 Menschen arbeiten.

Bernhausen - Das Filder-Airport-Areal soll Filderstadts Premium-Gewerbegebiet werden. Am 10. März, elf Uhr, geht es dort los. Dann macht die Manz Familienstiftung Immobilien den ersten Spatenstich für das Airport Business Center 4, ein Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum an der Rita-Maiburg- Straße.

Außer dem Grundstück für die Familienstiftung hat die Stadt weitere Flurstücke in den Größen zwischen knapp 3600 bis etwa 5100 Quadratmeter für Firmen zu vergeben. „Mit dem Spatenstich versprechen wir uns eine Initialzündung für Filderstadts Silicon Valley“, sagt Filderstadts Oberbürgermeister Christoph Traub. Viele Gewerbetreibende aus Filderstadt und von außerhalb seien auf den fünf Hektar großen Standort aufmerksam geworden: „Wir stehen mit weiteren Unternehmen in Verhandlungen“, sagt das Stadtoberhaupt.

Verbindung mit Bussen über Ringverkehr zum Flughafen

Um der Bedeutung des Areals gerecht zu werden, bemüht sich die Stadt deshalb um die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Derzeit, sagt der OB, laufe über die Linienbündel-Ausschreibung eine Initiative, um das Gebiet an die Buslinien anzuschließen: „Unser Ziel ist ein Bus-Ringverkehr zum Flughafen.“ Über den Standort einer Bushaltestelle an der Rita-Maiburg-Straße denke die Verwaltung gerade nach. „Wir hoffen, dass der Ringverkehr 2018 verwirklicht ist“, sagt Traub.

2018 sollen die Mieter ins Business Center 4 einziehen. Der Rohbau auf dem rund einen Hektar großen Grundstück ist laut Plan Ende 2017 fertig. Das 70 Meter lange und 57 Meter breite Gebäude hat einen fünfeckigen Grundriss. Es hat nach Süden, wo Wohnhäuser in der Nachbarschaft stehen, drei Stockwerke, die knapp elf Meter hoch sind. Nach Norden, zum Luftfrachtcenter hin, hat es fünf Stockwerke mit der Gesamthöhe von 18,35 Meter. Von der Rita-Maiburg-Straße aus fahren die Mitarbeiter in eine Tiefgarage. Der Baukörper umschließt einen Innenhof mit Glasdach. Die Dächer werden begrünt.

Mit dem neuen Gebäude wächst die Manz Familienstiftung über das benachbarte, so genannte Manz-Areal hinaus. Dort befand sich einst die familieneigene Sauerkrautfabrik. Nach deren Verlagerung nach Norddeutschland ließen sich dort in drei Manz-Businesscentern unter anderem IT-Dienstleister, Büroplaner und -Ausstatter nieder, außerdem entstanden Gebäude für den Real-Markt und den Selgros Großhandel nebst Tiefgarage. Alles in allem arbeiten dort rund 1700 Beschäftigte in 33 Firmen.

„Wir sind jetzt die ersten, die auf dem Filder-Airport-Areal bauen“, sagt Hermann Manz, der Patriarch der Familienstiftung. Man habe für das neue Gebäude bereits Ankermieter wie All for One oder die Steeb AG, ein Partnerunternehmen von SHP, gewonnen. „Alle diese Unternehmen benötigen mehr Flächen, wir waren deshalb im Sinne unserer Mieter im Zugzwang“, sagt Hermann Manz. 200 bis 250 Beschäftigte, sagt Hermann Manz, sollen im Business Center 4 arbeiten.

Architekten versprechen Gebäude mit eigenem Charakter

Auch beim neuen Business Center setzt die Familienstiftung auf Andreas Gehrung und Franz-Josef Neis, die beiden Architekten, mit denen die Stiftung seit rund 20 Jahren zusammenarbeitet. „Die Mieter wollen nicht zuletzt deshalb aufs Areal, weil sie von der Qualität der Gebäude überzeugt sind“, sagt Manz. „Unsere Gebäude sollen jeweils einen eigenen Charakter haben. Wir wollen keine Plattenbauten“, sagt Andreas Gehrung. Auch beim Rohbau setzt die Stiftung auf Bewährtes. „Die Firma Gottlob Rommel, die schon das Business Center 3 gebaut hatte, hat den Auftrag bekommen, nicht zuletzt deshalb, weil sie ein von der Familie geführtes Unternehmen ist, das auch Lehrlinge ausbildet“, sagt Hermann Manz.

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