Die Polizei musste mehrere Feiern auflösen, weil sie gegen die geltende Corona-Verordnung verstießen. (Symbolbild) Foto: dpa/Patrick Seeger

Die Polizei hat in der Nacht von Freitag auf Samstag gleich mehrere Partys auflösen müssen, bei der gegen die geltenden Corona-Regeln verstoßen worden war. Manche Gäste versuchten sich vor der Polizei zu verstecken.

Mannheim - In der Nacht von Freitag auf Samstag hat die Polizei in Mannheim und Heidelberg gleich mehrere Corona-Partys auflösen müssen. Die Betroffenen zeigten sich größtenteils uneinsichtig.

Am Freitagabend wurden Beamte des Polizeireviers Mannheim-Sandhofen auf eine Feier mehrerer Personen im Stadtteil Schönau hingewiesen. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass in einer knapp 50 Quadratmeter großen Wohnung 23 Personen einen Geburtstag feierten. Die Feier wurde beendet und die Teilnehmer der Örtlichkeit verwiesen. Die Gastgeberin und ihre Gäste gelangen nun zur Anzeige.

Wegen einer Ruhestörung aufgrund überlauter Musik und grölender Stimmen wurden Beamte des Polizeireviers Mannheim-Innenstadt gegen 23.15 Uhr auf eine Party im Zentrum aufmerksam. Die Gastgeberin gestand bereits an der Tür ihren Fehler ein und gewährte den Polizisten Zutritt in ihre Wohnung. 15 Gäste, die sich in einem Zimmer verbarrikadiert hatten, traten auf Aufforderung der Beamten hervor.

Drei weitere versteckten sich auf dem Balkon und hinter einer Türe. Durch deeskalierendes Einschreiten habe die Polizei die aggressive Stimmung der Gäste gegenüber der polizeilichen Maßnahmen beruhigen können. Allesamt wurden weggeschickt und angezeigt.

Partygäste verstecken sich vor der Polizei

Fast zur selben Zeit mussten Beamte des Polizeireviers Heidelberg-Mitte eine Party im Keller eines Mehrfamilienhauses auflösen. Als die Feiernden die Polizeibeamten bemerkten, versuchten diese, sich in den angrenzenden Räumen zu verstecken, öffneten letztlich aber die Eingangstür.

Zunächst wurden zwei Gäste neben dem Gastgeber selbst festgestellt, der versicherte, dass sich keine weiteren Personen im Keller aufhalten würde. Es stellte sich aber heraus, dass sich drei Frauen unter einem Wäscheständer und ein Mann hinter einer Waschmaschine versteckt hielt. Neben dem Gastgeber droht auch den Gästen nun eine Anzeige.

Im Verlauf der Nacht mussten vier weitere Feiern im Bereich Heidelberg und Mannheim aufgelöst werden. Hier hatten jeweils vier Personen in privaten Räumen zusammen gefeiert und dabei Alkohol getrunken. Die Kontrollen ergaben, dass bei allen Feiern die Gäste aus mehr als zwei Haushalten stammten. Zudem zeigten sich die Gastgeber aber auch die Gäste den polizeilichen Maßnahmen gegenüber wenig aufgeschlossen.

Polizei verweist auf die geltenden Corona-Regeln

Das Polizeipräsidium Mannheim weist deshalb erneut daraufhin, dass persönliche Kontakte auf ein Minimum reduziert werden sollten – zum Infektionsschutz aller. Zudem gelte: Treffen oder Feiern im privaten oder öffentlichen Raum sind nur erlaubt, wenn die Personen aus maximal zwei Haushalten stammen oder wenn diese in gerader Linie miteinander verwandt sind. In allen Fällen gilt: höchstens zehn Personen. Die intensivierten Maßnahmen des Polizeipräsidiums Mannheim werden auch weiterhin fortgesetzt und Verstöße gegen die geltenden Vorschriften zum Infektionsschutz konsequent zur Anzeige gebracht.

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