Dr. Stefan Kaufmann, Mitglied des Bundestags und Kreisvorsitzender der CDU Stuttgart, richtete den Kranz zum Gedenken an den einstigen OB Manfred Rommel. Foto: Lichtgut/Michael Latz

Die CDU hat den einstigen Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel mit einer Kranzniederlegung geehrt. Er wäre am 24. Dezember dieses Jahres 90 Jahre alt geworden.

Stuttgart - Mit einer Kranzniederlegung am Grab von Manfred Rommel hat die CDU am Montag den langjährigen Oberbürgermeister von Stuttgart geehrt. Er wäre an Heiligabend 90 Jahre alt geworden. „Manfred Rommel hat diese Stadt geprägt wie kaum ein anderer“, sagte Stefan Kaufmann, der Kreisvorsitzende der CDU Stuttgart, im Beisein von Rommels Witwe Liselotte, sowie weiterer Verwandter und langjähriger Weggefährten am Grab auf dem Stuttgarter Ostfilderfriedhof.

Rommels liberaler Geist - etwa in der Integrationspolitik - wirke bis heute in Stuttgart nach, sagte Kaufmann. Bereits in den 90er Jahren habe der langjährige Präsident des Deutschen Städtetags ein Einwanderungsgesetz gefordert. „Toleranz war ihm - nicht zuletzt angesichts der Erfahrungen aus dem Dritten Reich - stets ein zentrales Anliegen“, heißt es in einer Mitteilung der CDU.

Miteinander der Kulturen

Sein Vater, der Generalfeldmarschall Erwin Rommel, war im Oktober 1944 auf Befehl Hitlers zum Suizid gezwungen worden, nachdem er mit dem Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht worden war. „Geprägt von den schrecklichen Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg und der Zerstörung vieler Städte, war ihm die Stadtentwicklung der wichtigste Auftrag“, sagte CDU-Innenminister Thomas Strobl bei einer Feierstunde zu Ehren Manfred Rommels am vergangenen Freitag. „Er war seinen Mitmenschen zugewandt und hat sich auch deshalb für das Miteinander der Kulturen eingesetzt.“

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