Das Engagement in dem afrikanischen Krisenstaat gilt als der derzeit gefährlichste Einsatz der Bundeswehr. (Symbolbild) Foto: dpa

Deutsche Soldaten sind bei ihrem Einsatz in Mali beschossen worden. Eigentlich verbündete malische Streitkräfte hatten das Feuer eröffnet.

Potsdam/Berlin - Soldaten der Bundeswehr sind in Mali unter Beschuss geraten. Wie ein Sprecher des Bundeswehr-Einsatzführungskommandos am Montag in Potsdam sagte, wurde deren Konvoi am späten Samstagabend etwa 50 Kilometer westlich von Gao mit Handwaffen beschossen. Daraufhin sei es zum Schusswechsel gekommen - wie sich später herausstellte zwischen deutschen Soldaten und den malischen Streitkräften, die eigentlich Verbündete sind. Ein malischer Soldat sei dabei verwundet worden. Unklar blieb zunächst, ob er von deutschen Soldaten getroffen wurde.

Soldat in Lebensgefahr

Der Zustand des malischen Soldat sei stabil, er befinde sich aber noch in Lebensgefahr, sagte der Sprecher. Die Untersuchung des Zwischenfalls dauere an. Die deutschen Soldaten hatten den Angaben zufolge den Auftrag, ein UN-Fahrzeug zu bergen.

Das Engagement in dem afrikanischen Krisenstaat gilt als der derzeit gefährlichste Einsatz der Bundeswehr. Bis zu 1.100 deutsche Soldaten sind an der UN-Mission Minusma beteiligt. Mehr als 10.000 Blauhelm-Soldaten aus über 20 Ländern sollen Mali stabilisieren, islamistische Terroristen bekämpfen sowie den Friedensvertrag von 2015 unterstützen. Im Juli 2017 kamen dort zwei deutsche Soldaten bei einem Hubschrauber-Absturz ums Leben.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: