Die „Bärenbande“ war erstmals am Himmel vereint. Foto: Phillip Weingand

Das Ballonglühen ist der Höhepunkt des Modellballonfests in Althütte. Besonders eine Gruppe von Ballons zieht dieses Mal alle Blicke auf sich.

Bunte Farben, ein imposanter Papagei und nicht zuletzt eine ganze Bärenfamilie: Das Ballonglühen in Althütte (Rems-Murr-Kreis) hat am Samstagabend die Besucher fasziniert. Das Event gilt als Höhepunkt des dreitägigen Modellballonfests, zu dem kurz vor dem Frühling Modellballonteams aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg kommen.

 

Ballonkörbe ohne Passagiere

Mit einer Höhe von fünf bis acht Metern und einem Volumen von 40 bis 120 Kubikmetern Luft brauchen die Ballons jede Menge Platz. In ihren Körben kann niemand mitfahren – statt dessen bieten sie Platz für einen Gasvorrat für eine halbe bis dreiviertel Stunde sowie die Fernsteuerungselektronik.

Das Highlight: Die bunte Ballon-Bärenbande schwebt am Nachthimmel

Nach und nach machten die Teams ihre Ballons fertig. Foto: Phillip Weingand

Christian Schulz, der das Event seit elf Jahren in Kooperation mit der Gemeinde Althütte und dem TSV Sechselberg organisiert, erklärt, dass die Ballons bis zu zehn oder 15 Meter hoch aufsteigen können. „Über den Flächen um Althütte können wir gut frei fahren. Wenn der Wind zu stark wird, kann man eine Fesselleine am Ballon auslösen und ihn zurückholen.“ Aus Sicherheitsgründen bleiben sie beim Ballonglühen an der kurzen Leine.

Der Höhepunkt des Ballonglühens war die Präsentation der „Bärenbande“: Derzeit arbeiten die Ballonfahrer daran, bis zum „Ballonblühen“, das Mitte April im Blühenden Barock in Ludwigsburg stattfindet, 20 riesige Bärenballons zu präsentieren. Jeder von ihnen ist einzigartig gefärbt. Die ganze Bärenbande ist ein ambitioniertes Ziel, sechseinhalb dieser Riesenbärchen sind bislang komplett. Am Samstag schwebten sie erstmals gemeinsam am Nachthimmel- sechs von ihnen als komplette, bunte und gut gelaunte Bären, ein weiterer als Bären-Büste.

In den leuchtenden Modellballons steckt jede Menge Arbeit

Jeder Ballon hat einen Gasvorrat für rund eine halbe Stunde. Foto: Phillip Weingand

Zwei Kilometer Nähgarn

In jedem Ballon steckt viel Arbeit und Herzblut: Pro Bär waren 200 Arbeitsstunden und etwa zwei Kilometer Nähgarn nötig. Um so eindrucksvoller war es, die Riesenbärchen nebeneinander unter dem Nachthimmel schweben zu sehen. Eine weitere Premiere: Auch der brandneue, hellgrüne Ballon des Tourismusvereins Schwäbischer Wald war erstmals dabei, um leuchtend für die Region zu werben.

Was das Wetter angeht, hatten Besucher und Ballonfahrer in diesem Jahr einigermaßen Glück: Wind und Regen bekommen den Ballons nämlich gar nicht gut. Laut Christian Schulz hat auch am Samstag ein Ballon leichten Schaden genommen, als er von einer Windböe erfasst wurde. „So ein Schaden kommt vor, das ist aber reparabel“, erklärt er.