Maeckes macht sich einen Spaß daraus, nur mäßig Gitarre zu spielen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Andere üben bis zum Gehtnichtmehr, bevor sie mit einer Gitarre auf die Bühne gehen. Maeckes von den Orsons hält das bei seinen Soloauftritten ganz anders. Er spielt ja auch oft nur halbe Lieder – zum Vergnügen des Publikums.

Stuttgart - Kann er es wirklich nicht, oder täuscht er das nur vor? Ach, natürlich ist das ganz egal – denn Maeckes, der eigentlich Markus Winter heißt, in Stuttgart geboren wurde, irgendwann zwischendurch ins inspirierende Wien wanderte, am 20. September seinen 37. Geburtstag feiert und ein Teil der Orsons ist, ist ganz gewiss der beste schlechte Gitarrist, der je im ausverkauften Wizemann spielte.

Gitarrenkonzerte gab Maeckes vor Zeiten sehr viele, obwohl er damals, dem Vernehmen nach, tatsächlich nur drei Akkorde auf dem akustischen Instrument beherrschte. Seither hat er geübt, ein wenig nur, aber doch so viel, dass er nun den meistgeklickten Hit seiner Gruppe mit einem Picking begleiten kann, für das ihn jeder Musiklehrer fast ein bisschen loben würde. Aber die Gitarre ist bei ihm vor allem komödiantisches Begleitinstrument.

Charme, Witz und halbe Lieder

Da sitzt ein junger Mann in sehr buntem Anzug auf einem Hocker, hat die Klampfe auf den Knien, unterhält sein Publikum mit Charme und Witz und vielen halben oder ganzen Liedern, erzählt Geschichten, die so sinnlos sind wie das Leben an sich, und lächelt schelmisch. Vier Jahre sind vergangen, seitdem er sein letztes Gitarrenkonzert gab, im großen Saal des Theaterhauses damals – am Donnerstagabend ist Maeckes zurück, mit dem Instrument, das er nicht kann, und wird geliebt dafür. Eine ausführlichere Kritik folgt.

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