Die Geschäftsführung von Mader am alten Standort in Leinfelden Foto:  

Wir wollen wissen, welche Unternehmen auf der Filderebene beheimatet sind. Heute in „Made auf den Fildern“: Mader. Bei der Echterdinger Firma dreht sich alles um Druckluft.

Echterdingen - Immer dann, wenn es irgendwo zischt und bläst und es um Druckluft geht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Mittelständler aus Leinfelden-Echterdingen seine Finger im Spiel hat. Die Firma Mader kümmert sich um alles, was mit Druckluft zu tun hat. Sie verkauft alles, von den Kompressoren, die die Luft unter Druck setzen, über die Schläuche und Ventile bis hin zu Einsatzmöglichkeiten wie Druckluftzylindern zur Bewegung von Maschinen. Dabei hat Mader allerdings keine eigene Produktion, die Firma lässt ihre Entwürfe von Zulieferern bauen.

Fast jeder kennt Druckluft vom Zahnarzt

Druckluft kommt in enorm vielen Bereichen zum Einsatz. Fast jeder kennt sie vom Zahnarzt. Doch das ist nur ein Beispiel von vielen. Sie treibt Maschinen an, pustet Verpackungen und PET-Flaschen auf, steuert Greifarme und hilft beim Reinigen von Oberflächen. „Eigentlich braucht fast jeder Industriebetrieb Druckluft. Gleichzeitig ist sie die einzige Energieform, die nicht aus der Wand kommt, sondern immer selbst erzeugt werden muss“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Werner Landhäuser. Das bedeutet zunächst, dass die Nutzer von Drucklufttechnik für ein Stück kritischer Infrastruktur selber zuständig sind. Wie bei Strom und Wasser rückt die Druckluft aber eigentlich nur dann in den Fokus, wenn sie fehlt. Dort setzt der Mittelständler Mader, der momentan noch an der Leinfelder Daimler­straße sitzt, an.

So beschränkt sich das Unternehmen nicht nur auf das Verkaufen und Warten von Leitungen, Kompressoren und Maschinen. Ein wichtiges Geschäftsfeld ist für die Firma die Wartung der Technik, darüber hinaus berät sie beim energieeffizienten Einsatz der Druckluft. Dafür war eine Zertifizierung vom Tüv notwendig. „Das Erzeugen von Luft mit hohem Druck braucht sehr viel Energie. Vom verwendeten Strom werden am Ende nur zehn Prozent wirklich dafür verwendet, Druckluft zu erzeugen. Das ist ein extrem schlechter Wirkungsgrad“, sagt Peter Maier, ebenfalls Geschäftsführer. Er und Werner Landhäuser sind die Gesellschafter von Mader.

Das neue Firmengebäude bekommt eine Fotovoltaik-Anlage

„Weil die Druckluftherstellung so energieintensiv und damit schlecht für die Umwelt und das Klima ist, wollen wir nicht nur bei der Erzeugung effizient sein“, erklärt Landhäuser. Das Unternehmen möchte auch an möglichst vielen anderen Stellen mit Nachhaltigkeit punkten. Für den neuen Firmensitz renoviert Mader ein ehemaliges Lufthansa-Gebäude im Echterdinger Industriegebiet Zaunäcker. Neben einer Holzpellet-Heizung für die Logistikhalle erhält das Gebäude eine Fassade mit Fotovoltaik-Anlage und LED-Beleuchtung. Und auch beim Personal will die Firma auf die Zukunft vorbereitet sein. Dafür wurden zwei junge Menschen, Stefanie Kästle und Marco Jänig, als Nachwuchs für die Geschäftsführung rekrutiert. Ebenso sind die Auszubildenden bei Mader bereits als Energie-Scouts unterwegs: Sie sollen selbstständig feststellen, wo Energie eingespart werden kann. Auch über die eigenen Belange hinaus engagiert sich Mader beim Umwelt- und Klimaschutz. Dafür hat das Unternehmen 2014 einen Preis des Landes Baden-Württemberg erhalten.

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